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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Landwirtschaft: Kleine Schritte für die Wirtschaftswege

03.07.2019

Butjadingen Das Wirtschaftswegenetz in der Gemeinde Butjadingen bedarf dringend einer Generalüberholung, dass ist allen klar. Doch würde die Gemeinde alle Wirtschaftswege (rund 130 Kilometer) sanieren, würden grob geschätzte Kosten von rund 35 bis 40 Millionen Euro auf die Gemeinde zukommen, sagt Axel Linneweber, Leiter des Amtes für Bau- und Bürgerdienste. Große Hoffnungen ruhen deshalb auf dem angestrebten Flurbereinigungsverfahren für die Waddenser und Stollhammer Wisch. In anderen Bereichen bemüht sich die Gemeinde auch um Fördertöpfe, um zumindest die größten Löcher zu stopfen. Laufende Wegebaumaßnahmen und eine bereits abgeschlossene Maßnahme aus der Pflegerichtlinie besichtigte nun der Arbeitskreis Wegebau der Gemeinde Butjadingen.

Erste Station war der Hof von Landwirt Frerk Francksen, der gerade erst eine Maßnahme nach der Förderrichtlinie zur Pflege der Wegeseitenstreifen und Werterhaltung von Wirtschaftswegen am Isenser Burweg fertiggestellt hat. Die Antragsteller führen die Maßnahmen in Eigenleistung durch. Die Gemeinde bezuschusst die Materialkosten mit 75 Prozent. Die Abrechnung erfolgt nach Abschluss der Maßnahme. Insgesamt 50 000 Euro stehen der Gemeinde in jedem Jahr im Haushalt für Förderungen gemäß der Richtlinie zur Verfügung.

Die Höchstförderung pro Maßnahme soll grundsätzlich einen Betrag von 5000 Euro nicht übersteigen. In begründeten Ausnahmefällen kann dieser Betrag in Absprache mit der Verwaltung erhöht werden, hatte der Gemeinderat zum Start der Förderrichtlinie im Juni 2013 festgehalten.

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Mit Beton befestigt

Der schlechte Zustand des Isenser Burwegs, der aber gleichzeitig vielbefahren wird, und die Tatsache, dass Frerk Francksen im vergangenen Jahr der einzige Antragsteller für diese Förderung und somit der Topf im Haushalt noch voll war, gaben neben anderen Punkten schließlich den Ausschlag, dass Frerk Francksens Antrag bewilligt wurde. Auf einem rund 550 Meter langen Stück hat er nun mittels Beton den Seitenstreifen auf einer Straßenseite befestigt. „Wir haben uns seit Jahren damit befasst und auch noch mal über Schotterstreifen nachgedacht“, berichtete Frerk Francksen. Doch dieser müsse über die Jahre immer wieder nachgefüllt werden, sagte Frerk Francksen. Gerade durch schnelle Autofahrer, würde sich Schotter schnell auswaschen, ist Frerk Francksen überzeugt. Schwere Fahrzeuge nutzen eher die Mitte der festen Fahrbahn, so dass sich die Ränder immer weiter absenken und die Fahrbahnmitte nach oben gedrückt wird.

Den Seitenstreifen hat Frerk Francksen nun mit einer circa 25 bis 30 Zentimeter dicken Betonschicht befestigt. Darin eingelassen ist eine Matte aus Baustahl und zusätzliche Baustahlstangen, berichtete er. Der rund ein Meter breite Betonstreifen werde bereits gut genutzt, sagt Frerk Francksen. Viele Fahrzeuge fahren jetzt weiter rechts und nutzen so auf der einen Seite den Streifen, auf der anderen Seite die Mitte der Fahrbahn. Diese, so meint Frerk Francksen, beginne bereits, sich wieder abzusenken. Fahrradfahrer nutzen inzwischen fast ausschließlich das Betonstück, erzählte er. Rund 38 000 Euro hat die Maßnahme insgesamt gekostet. 25 000 Euro fielen an Materialkosten an. 75 Prozent, also rund 19000 Euro, werden durch die Gemeinde übernommen.

Für den Isenser Burweg sei die Befestigung des Seitenstreifens durch Beton eine gute Lösung, da Seitenstreifen und Böschung genug Platz bieten. Dies sei jedoch nicht an allen Wegen der Fall, machte Axel Linneweber deutlich. Der Meidgrodenweg zum Beispiel, der ebenfalls in einem sehr schlechten Zustand ist, werde zum Deich hin immer schmaler. Eine Befestigung des Seitenstreifens sei hier kaum möglich, sagt er.

Eine weitere Möglichkeit der Förderung des Wegebaus bietet die Förderung nach der Zile-Richtline (Zuwendungen zur integrierten ländlichen Entwicklung). So führte die Bereisung die Arbeitsgemeinschaft auch zum Mitteldeich. Hier finden gerade Baumaßnahmen im Rahmen der Zile-Richtlinie statt. Sie sollen Mitte Juli abgeschlossen sein, berichtete Uwe Baumann, Bautechniker der Gemeinde. In der Zile-Förderung übernimmt das Land 63 Prozent der Kosten.

Strenge Vorgaben

Die Maßnahmen am Mitteldeich hatten Kritik geerntet, weil der Mitteldeich im Vergleich zu anderen Straßen noch nicht in so schlechtem Zustand war. Doch um eine Förderung anhand der Zile-Richtlinie zu erhalten, müssen die Straßen und Wege bestimmte Bedingungen erfüllen. Unter anderem müssen durch den Weg möglichst viele landwirtschaftliche Flächen erschlossen werden, es müssen möglichst viele Verbindungswege von dem zu sanierenden Weg abgehen und er müsse möglichst kaputt sein, zählte Bürgermeisterin Ina Korter einige Vorgaben auf. Nichtsdestotrotz hatten sich Rat und Gemeinde darauf verständigt, beim nächsten Durchgang eine Zile-Förderung für einen der sehr kaputten Wege anzustreben.

So führte die Bereisung unter anderem über den Beckmannsfelder Weg, den Prieweg und den Meidgrodenweg. Doch nur wenn die Wege die strengen Bedingungen erfüllen, habe ein Antrag auf Förderung durch die Zile-Richtlinie Hoffnung auf Erfolg, sagte die Bürgermeisterin. Die Entscheidung, ob und für welche Wirtschaftswege Förderungen beantragt werden sollen, muss der Rat der Gemeinde treffen.

Merle Ullrich Brake / Redaktion Brake
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