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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Butjenter Bauern geht Winterfutter aus

25.01.2019

Butjadingen Für die meisten Menschen dürfte die lange Trockenphase des vergangenen Jahres in der Erinnerung langsam verblassen. Butjadingens Landwirt dagegen werden täglich mit den Auswirkungen konfrontiert. In der trockenen Zeit konnten sie nicht so viel Futter für den Winter produzieren – das nun entsprechend knapp wird.

Das berichtete am Donnerstag Vorsitzender Henning Cornelius im Nachgang der Jahreshauptversammlung des Milchkontrollvereins Butjadingen, die am Mittwochabend auf dem Hof Iggewarden stattfand. Im Mittelpunkt stand der Leistungsbericht für das Jahr 2018.

86 Betriebe gehören dem Milchkontrollverein an. Die Zahl ist erneut gesunken; 2017 waren es noch drei Betriebe mehr gewesen. Zum Jahresabschluss 2017/18 standen in den Ställen oder auf den Weiden Butjadingens 9597 Kühe. Das sind 115 mehr als im Vorjahr. Die Zahl dürfte sich inzwischen allerdings relativiert haben. Nach Auskunft von Henning Cornelius sind zurzeit manche Landwirte dabei, ihren Bestand zu reduzieren, weil sie die Sorge haben, sonst mit dem Winterfutter nicht auszukommen.

Butjadingens Kühe haben im Berichtsjahr bei der Milchleistung zugelegt. Sie lag im Durchschnitt bei 8958 Kilogramm, was gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von 115 Kilo bedeutet. Das ist aber ein weniger deutlich Anstieg als im niedersächsischen Landesdurchschnitt, was laut Henning Cornelius wiederum dem extremen Sommer 2018 geschuldet ist. „Den Kühen war es auf den Butjadinger Weiden einfach zu heiß und zu trocken. Deshalb haben sie in dieser Zeit weniger Milch gegeben“, sagt er.

Der Leistungsbericht des Milchkontrollvereins informiert wie immer auch über die höchsten Herdendurchschnittsleistungen. Für das Ranking sind inzwischen der Fett- und der Eiweißgehalt der Milch entscheidend. Der Grund: Wie Henning Cornelius berichtet, fragen die Verbraucher inzwischen wieder vermehrt besonders fetthaltige Milch nach, nachdem der Trend zuvor lange in Richtung fettarme Milch ging.

Folgende Betriebe des Milchkontrollvereins lagen im Leistungsvergleich vorn: Kategorie 40 bis 59 Kühe: Bernd Cornelius, Urrelhausen, 9783 Kilogramm Milch, 3,97 Prozent Fett, 3,27 Prozent Eiweiß.
Kategorie 60 bis 79 Kühe: Theodor Ennen-Hansing Jr. Butjadingen-Stick, 10 207 Kilogramm Milch, 3,95 Prozent Fett, 3,53 Prozent Eiweiß. Kategorie 80 bis 99 Kühe: Oelrichs GbR, Stollhamm, 10 868 Kilogramm Milch, 3,95 Prozent Fett, 3,27 Prozent Eiweiß. Kategorie 100 bis 149 Kühe: Gerd Reimers, Seeverns, 10 539 Kilogramm Milch, 4,11 Prozent Fett, 3,49 Prozent Eiweiß.Kategorie über 150 Kühe: Cornelius GbR, Tossens, 10938 Kilogramm Milch, 4,14 Prozent Fett und 3,47 Prozent Eiweiß. Lebensleistung: Die Celsius-Tochter Indiana 11 ist mit elf Abkalbungen und 162 313 Kilogramm Milch weiterhin die Kuh mit der höchsten Lebensleistung. Sie steht im Stall der Coldewey-Puvogel GbR in Isens.

Johann Bartels vom Landeskontrollverein Weser-Ems berichtete bei der Versammlung von einem vereinfachten Verfahren der Trächtigkeitsuntersuchung, das die Landwirte anwenden können. Zudem kündigte er an, dass der Landeskontrollverband seine Beratung zum Herdenmanagement noch weiter verbessern wolle.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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