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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

150 Helfer trotzen Wind und Regen in Butjadingen

18.03.2019

Butjadingen /Nordenham Es war nicht nur ein von einer Frau der Tourismus-Servicegesellschaft Butjadingen (TSB) gebackener Kuchen mit dem Schriftzug „Sauberhafte Küste“ und einem Leuchtturm, der die Organisatoren der Ortsgruppe Nordenham des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) verzückte. Viel mehr noch freuten sie sich über die riesige Resonanz, die ihre Aktion fand. Rund 150 Helfer machten sich am Samstagmorgen trotz Dauerregens und kalten Windes auf, um den 6,5 Kilometer langen Deichabschnitt zwischen Eckwarderhörne und dem Tossenser Friesenstrand von Unrat und Müll zu befreien.

Auch binnendeichs

Klaus Meyer, Vorsitzender der erst im Herbst 2017 gegründeten Nabu-Ortsgruppe, und Organisationsleiter Detlef Glückselig trauten ihren Augen nicht, als sich immer mehr Helfer an den Startplätzen der großen Müllsammelaktion am Leuchtfeuer in Eckwarderhörne und am DLRG-Turm am Tossenser Strand einfanden. Von dort begaben sich die großen Gruppen in Richtung Eckwarder Altendeich, wo sie am Triftweg zusammentrafen. Müll wurde sowohl binnen- als auch außendeichs gesammelt.

Der eingesammelte Unrat füllte etliche Müllsäcke, die in einem von der Abfallwirtschaft (GIB) Wesermarsch bereitgestellten Container landeten. Vorwiegend handelte es sich um kleine Papier-, Pappe- und Plastikteile sowie Blechdosen und Glasflaschen. Außendeichs fanden die Müllsammler aber auch zahlreiche angeschwemmte Schnüre und Netzteile. Die stellen besonders für die Seevögel eine Gefahr dar, weil sie sich darin verheddern und elend zugrunde gehen können.

Neben vielen Einzelpersonen und Familien waren auch etliche Vereine und Gruppen beteiligt. Dazu gehörten der Hegering Butenland (er sammelt bereits jedes Jahr Müll an der Butjadinger Küste), der Bürgerverein Tossens, der Butjadinger Fischereiverein, die Butjadinger SPD, eine Geocaching-Gruppe, die katholische Kirchengemeinde, der Ruderclub Nordenham und der Naturschutzverein Nordenham.

Die Butjadinger Tourismus-Gesellschaft spendete nicht nur den besonderen und weitere Kuchen. TSB-Mitarbeiter, angeführt von Geschäftsführer Robert Kowitz und Marketingleiterin Heike Geils, mischten sich auch unter die Müllsammler.

Das taten ebenso Brandretter der Feuerwehren Tossens und Eckwarden sowie insbesondere deren Nachwuchsorganisationen. Die beiden Ortswehren sorgten zudem für den Rücktransport der Teilnehmer von Eckwarder Altendeich nach Eckwarderhörne oder Tossens.

Elf Grundschüler

Eifrig Müll sammelten auch elf Schüler einer Klasse der Grundschule Friedrich-August-Hütte. Klassenlehrerin Jana Voßhoff und Elternvertreterin Nicole Böning hatten gemeinsam die Idee, sich zu beteiligen. Im Sachkundeunterricht beschäftigten sich die Kinder mit dem Thema „Müll im Meer“ und wurden damit von Jana Voßhoff auf die Teilnahme vorbereitet. Die Mädchen und Jungen seien mit großer Freude und aus Überzeugung ans Werk gegangen, berichtete sie.

Am Ziel in Eckwarder Altendeich konnten sich die Müllsammler mit Kuchen und heißen Getränken stärken. Damit letztere nicht in Plastikbechern serviert werden mussten, hatte das Landhotel Butjadinger Tor (Udo Venema) kostenlos Kaffeepötte und -tassen zur Verfügung gestellt. Mit Spenden und Materialien sorgten zudem die Markant-Märkte in Tossens und Abbehausen, Rewe in Nordenham, die Getränkevertriebe Harzmann und Atens, der Landfrauenverein Butjadingen sowie die Gastronomiebetriebe Treff am Deich und Stefan Rößler dafür, dass alle Müllsammler versorgt werden konnten.

Butjadingens Bürgermeisterin Ina Korter dankte der Nabu-Ortsgruppe Nordenham und allen Beteiligten für die tolle Aktion. Dass Butjenter und Nordenhamer Seite an Seite den Deichabschnitt zwischen Eckwarderhörne und Tossens vom Müll befreit haben, sei auch ein Beweis dafür, welche große Bedeutung die Nordseeküste für die Region habe. Die Aktion solle zudem dazu beitragen, dass die Bürger über den Einsatz von Plastik und über Alternativen nachdenken.

So sah es auch Nabu-Projektleiter Detlef Glückselig. Er forderte besonders Kinder auf, ihre Eltern beim Einkauf auf verzichtbare Plastikverpackungen hinzuweisen. Detlef Glückselig kündigte an, dass diese Aktion nicht einmalig bleiben solle, sondern es auch in den kommenden Jahren „Sauberhaftes Butjadingen“ geben werde.


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Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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