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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Weißstorch „Butti“ ist wieder da

16.03.2019

Butteldorf Am Ende der Woche ist es nasskalt, der Himmel ist grauverhangen, es nieselt. Doch der Weißstorch zeigt sich von alldem unbeeindruckt. Trotzig steht er hoch oben im Nest und schaut sich aufmerksam um.

Seit 1992 ist Helmut Fokkena der Eigentümer des aus dem Jahr 1849 stammenden Hofes in Butteldorf. Und wie jedes Jahr freut sich der bekannte Oldenburger darüber, dass „Butti“, der Weißstorch, wieder sein Nest besetzt hat. „Er kam Anfang Februar aus Nordafrika hierher“, erzählt Helmut Fokkena. Sechs Tage später sei die Störchin eingetrudelt. Nun hofft man in Butteldorf natürlich darauf, dass auch beim 25. Storchenbesatz in Folge dann im Frühjahr wieder Nachwuchs aus dem Nest lugt.

Doch nicht immer läuft alles rund, hin und wieder ist die Stimmung getrübt. „Im vergangenen Jahr hat das Storchenpaar zwei Junge aufgezogen“, berichtet der 71-Jährige. Ob der Sommer zu heiß für die Tiere war oder einem Storch ein Unglück widerfuhr, wisse er nicht. Jedenfalls sei nur ein Jungstorch durchgekommen und habe im August vor seinen Eltern den Flug in den Süden angetreten. „Der andere Jungvogel lag eines Tages tot unter dem Nest am Telegrafenstamm“, erwähnt der Oldenburger.

Helmut Fokkena ist naturverbunden. Er genießt den freien Blick in Moorriem, freut sich über die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt. Immer, wenn es ihm möglich ist, kommt er von Oldenburg auf seinen alten Fachwerkhof, um diese Abgeschiedenheit zu erleben. Mit seinem damaligen ersten Mieter hatte er 1992 einen ausgedienten Telegrafenmast als künftige Heimstatt für Störche aufgestellt. Das Nest wurde daraufgesetzt – und danach gewartet. Es dauerte drei Jahre, ehe Meister Adebar das Nest bezog. Seitdem hat es nach Helmut Fokkenas Worten am Höfeweg noch nie einen Sommer ohne Störche samt Nachwuchs gegeben. Sie fühlen sich halt wohl in der von der Landwirtschaft geprägten Umgebung. Gut betreut werden die Störche und das Nest auch vom Berner Storchenvater Udo Hilfers.

Ob es sich bei „Butti“, der aufmerksam im Nest steht und wacht, um den Storch der ersten Stunde handelt, kann Helmut Fokkena nicht sagen. Es könnte aber schon sein. Denn die Lebenserwartung von Störchen beträgt über zwanzig Jahre. Sogar ein Methusalem unter den gefiederten Wandergesellen ist bekannt. Ein beringter Weißstorch soll 33 Jahre alt geworden sein. Für Helmut Fokkena jedenfalls ist es immer wieder ein Erlebnis, seinen Stammgast „Butti“ über seinem Fachwerkhof in Butteldorf kreisen zu sehen.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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