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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Container sind sein Geschäft

11.03.2015

Berne Einen Schreibtischgiganten, wie ihn Chefs meist allein schon als Statussymbol innig lieben, braucht Andy Schnibbe nicht. Sein Arbeitsplatz fällt übersichtlich aus: ein Rechner, Aktenordner, Klebezettel, Stifte und das Telefon. Letzteres scheint am Ohr des Berners festgewachsen zu sein. „Ich telefoniere den ganzen Tag“, sagt der 32-Jährige. Damit verdient er sein Geld. Dann geht es immer um Container: um kaputte, die repariert werden müssen, um zum Kauf oder Verkauf stehende, um welche auf dem Weg nach Asien oder im Hafen von Le Havre. Manchmal drehen sich die Gespräche auch um Container mit Klimaanlage, Toilette und schmucker Sitzecke.

Von alldem, was Papa da treibt, versteht die sechs Monate alte Milla nichts. Sie entdeckt von ihrer Babydecke aus lieber ihr knisterndes Spielzeug und müht sich energisch damit ab, die erste Drehung ihres Lebens zu schaffen. Papa soll an seinem Schreibtisch mal machen, was er eben so macht. Milla ist ein Grund, warum Andy Schnibbe so glücklich mit seiner Entscheidung ist, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Diesen hat er vor einem guten Jahr gemacht. „Ich bin nicht mehr den ganzen Tag über in der Firma im Büro und sitze täglich lange im Auto. Ich kriege von meiner Familie viel mit, arbeite hier.“

Andy Schnibbe ist gelernter Informatikkaufmann. Von 2005 bis 2013 arbeitete er als Angestellter im Containerhandel und machte parallel seinen Betriebswirt. Anderthalb Jahre lang hat er seine Selbstständigkeit vorbereitet, akribisch geplant, Businesspläne geschrieben, mit Bankern gesprochen: „Ein ehemaliger Dozent von mir mit einer Unternehmensberatung hat mir bei der Planung und Finanzierungsfragen geholfen“, erzählt Andy Schnibbe.

Als alles geregelt war, kaufte der Berner Unternehmer seine ersten eigenen Container und bestückte Depots im In- und Ausland damit. „Ich habe einfach überall ein paar hingestellt“, so Schnibbe. Mit „überall“ meint er zum Beispiel Wien, Graz, Basel, München, Stuttgart, Berlin, Padova, Antwerpen, Le Havre, Rotterdam und Bremen. Kunden hatte Schnibbe dank seiner guten Kontakte schnell – darunter Großspeditionen, die weltweit agieren. Warum solche Unternehmen ausgerechnet bei Andy Schnibbe in Berne Container kaufen? „Das ist eine Frage des Vertrauens“, weiß der 32-Jährige. Denn: Seine Kunden kaufen quasi die Katze im Sack, sie können die Container vor dem Kauf nicht begutachten. „Deshalb müssen sie die Gewissheit haben, dass sie keine kaputten Container bekommen.“

Meist verkauft der Berner Frachtcontainer, manchmal aber auch möblierte: „Das ist ein Trend der Zukunft. Es gibt eigentlich nichts, was man nicht in einen Container bauen kann.“ Komplett eingerichtete Büros, Wohnzimmer, Badezimmer, Schlafräume, Imbissbuden: da gibt es kaum Grenzen. Auch bei der Spielvereinigung Berne stehen zwei dieser Container – in einem ziehen sich die Spieler um, im anderen wird geduscht.

Anja Biewald Berne/Lemwerder / Redaktion Brake
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