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Briefzustellung: „Da war die Schneckenpost unterwegs“

02.03.2016

Stollhamm /Nordenham Post von Elfriede? Was mag das sein? Ingrid Willms aus dem Ahndeich in Stollhamm war gespannt. Als sie das Kuvert geöffnet und den Inhalt zutage gefördert hatte, habe sie „einen Lachanfall gekriegt“, erzählt die 71-Jährige. Grund: Das Kuvert enthielt eine Weihnachtskarte. Die trudelte am 24. bei Ingrid Willms ein – aber leider nicht am 24. Dezember, sondern am 24. Februar. „Da war wohl die Schneckenpost unterwegs“, nimmt die Butjadingerin die verspäteten Wünsche für ein schönes Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr mit Humor.

Absenderin der Weihnachtspost ist die 88-jährige Elfriede Geberzahn, die viele Jahre in Stollhamm wohnte, ehe sie im Dezember 2015 in die Senioreneinrichtung Haus Tongern in Nordenham zog. Elfriede Gerberzahn und Ingrid Willms sind seit Jahrzehnten Freundinnen. Und sie bemühen sich, diese Freundschaft auch nach dem Wohnortwechsel der 88-Jährigen nicht abreißen zu lassen. Und so hatte Elfriede Gerberzahn am 22. Dezember die korrekt an Hans Willms, den Mann von Ingrid Willms, adressierte Weihnachtspost für ihre Freundin in den Briefkasten geworfen.

Der Poststempel auf dem Kuvert verrät, dass die Sendung noch am selben Abend im Briefzentrum 26 – die Ziffer steht für Oldenburg – bearbeitet wurde. Dort werden alle Briefe und Postkarten den jeweiligen Zustellbezirken zugeordnet, ehe sie die Rückreise antreten und an die Adressaten verteilt werden.

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Was indes mit der Karte von Elfriede Geberzahn passierte, das kann auch Martin Grundler, Pressesprecher der Deutschen Post in Hamburg, nicht erklären. Die Sache sei auf jeden Fall „sehr, sehr ungewöhnlich“, versichert er auf NWZ -Nachfrage.

Die Deutsche Post befördere täglich bundesweit 64 Millionen Briefsendungen. Und in 95 Prozent der Fälle sei die Sendung am Tag nach dem Einwurf beim Empfänger, so Martin Grundler. Warum die Karte von Elfriede Geberzahn auf einer Strecke, für die man mit dem Auto eine knappe Viertelstunde benötigt, zwei Monate unterwegs war, kann der Sprecher nicht sagen. Aufschluss können auch zwei schwarze Streifen, die sich auf der Vorder- und Rückseite des Kuverts befinden, nicht geben. Als Elfriede Geberzahn die Post abschickte, waren die Streifen noch nicht da.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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