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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Das Alsoil-Geschäft ist jetzt vom Tisch

04.08.2015

Brake Im großen Exklusivbericht hatte die NWZ am Sonnabend über die Hintermänner des angeblichen Mammut-Geschäfts berichtet. Nachdem einer der Geschäftsmänner gegenüber der Redaktion   schon erklärte, sich aus dem Bau der Öl-Raffinerie auf dem ehemaligen Lühring-Werft-Gelände zurückzuziehen, folgte am Montagmorgen der zweite Investor.

In einem kurzen Telefonat erklärte Dietmar Priewe gegenüber Brakes Bürgermeister Michael Kurz (SPD), dass auch er nun aussteige. Gründe dafür nannte er nicht.

Die  Redaktion hatte zuvor über das Unternehmensgeflecht rund um die in der Schweiz registrierte Firma Alsoil berichtet. Auch die Recherchen über den Mann, der hinter der Firma Alsoil steckt, haben in der Region für viel Aufmerksamkeit gesorgt: der sogenannte Jörg Wolfgang Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha Herzog zu Sachsen.

An Pizza-Fabrik gedacht

Viele Leser fühlten sich sofort an die inzwischen zweifach preisgekrönte NWZ -Berichterstattung über den angeblichen Bau einer 350 Millionen Euro teuren Pizzafabrik in Schortens (Friesland) erinnert. In der Braker Politik herrschen Ernüchterung und Erleichterung zu gleichen Teilen.

„Es ist schade“, sagt Bürgermeister Michael Kurz (SPD). Nach wie vor stehe er dazu, dass der Stadt das Geschäft gut zu Gesicht geständen hätte. „Aber nur, wenn alles seriös und nachvollziehbar ist.“ Auch Parteifreund Marcel Schmikale ist enttäuscht. Nach dem Stand der Recherchen müsse man davon ausgehen, „dass Alsoil alles andere als seriös ist“, so der Ratsherr. Es sei gut, dass „das jetzt rausgekommen ist.“ Nicht erst, wenn die Stadt etwa schon in Bauleitverfahren eingestiegen wäre. Die Arbeit des Bürgermeister bezeichnete Schmikale als „vorbildlich“.

CDU-Fraktionschef Daniel Stellmann sieht die Rolle des Bürgermeisters anders. „Wir hätten uns gewünscht, dass Herr Kurz erst Erkundigungen einholt, bevor er Dinge öffentlich als Lottogewinn darstellt.“ Trotz aller Freude lohne es sich, „solche Vorgänge kritisch zu betrachten.“ Das habe der aktuelle Fall wieder einmal gezeigt. Das Alsoil-Geschäft sei nun schon das zweite, aus dem nichts werde. Zuvor habe Kurz die Ansiedlung eines Supermarkts in der Innenstadt versprochen, so Stellmann.

Lob für die Recherche

Dr. Gesa Hansen, Fraktionschefin der WGB, lobt die Redaktion   und Bürgermeister Michael Kurz. „Ich finde es gut, dass NWZ  und Bürgermeister so gut recherchiert haben.“ Sie sei froh, dass das Geschäft mit Alsoil „auf Eis gelegt ist“.

Heiner Rönner ist der Besitzer des Werft-Grundstücks. Dass sich das Geschäft nun zerschlagen habe, sei schade. Der Verkauf des Grundstücks dränge jedoch nicht. „Wenn sich jemand findet ist es schön. Wenn nicht, ist das auch nicht schlimm.“

Tobias Schwerdtfeger Leitung / Regionalredaktion
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