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Aktualisiert vor 1 Minute.

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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Denkmal: Sanierungsstopp abgewendet

01.12.2016

Abbehausen „Das war ein harter Schlag, denn 18 000 Euro Mehrkosten kann ich nicht aufbringen“, sagt Tanja Schiller. Die 44 Jahre alte Eigentümerin des historischen Kaufhauses in Abbehausen ist daher jetzt sehr erleichtert und dankbar. Auf ihren Antrag hin und mit positiver Stellungnahme der Denkmalbehörde haben sowohl die Deutsche Stiftung Denkmalschutz als auch Verantwortliche für das Leader-Programm der Europäischen Union ihre bewilligten Fördergelder aufgestockt.

Somit ist der drohende Stopp der Anfang August gestarteten Arbeiten zur Sanierung des 1897 errichteten Wohn- und Geschäftshauses an der Butjadinger Straße abgewendet. Der Museumsbereich und der Laden des historischen Kaufhauses mit vollständig erhaltenem Inventar aus der Mitte des 19. Jahrhunderts werden nicht wegen drohender Baufälligkeit schließen müssen.

Die Einzigartigkeit dieses Hauses zeigt sich ohnehin schon darin, dass die Deutsche Stiftung Denkmalschutz erstmals die Bewahrung eines historisches Kaufhaus fördert.

Statt 170 000 Euro betragen die Gesamtkosten der Gebäudesanierung jetzt 188 000 Euro. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz beteiligt sich daran statt mit 60 000 Euro nun mit 68 000 Euro. Die Leader-Förderung wird von 82 540 Euro auf 92 540 Euro erhöht. Bei jeweils 4000 Euro von der Oldenburgischen Landschaft und einer LzO-Stiftung bleibt es. Die restliche Summe zahlt Tanja Schiller.

Die Mehrkosten sind angefallen, weil sich überraschend herausgestellt hat, dass die Festigkeit des Holzkerns der aus dem Jahr 1897 stammenden Holzfenster angegriffen ist. Eine aufwendigere Restaurierung der Rahmenprofile ist nötig geworden.

„Wir haben vier Wochen verloren und sind jetzt unglücklich in Winterwetter gerutscht“, sagt Architekt Thomas Schramm. Statt bis Mitte November werden sich die Sanierungsarbeiten nun bis zum Frühjahr hinziehen.

Das neue Schieferdach ist bereits vollständig fertiggestellt. Die Fassade hat ihre ursprüngliche Farbe zurückerhalten: einen ganz hellen, warmen Gelbton. Die Stuckelemente und das Dachholz haben zur Absetzung einen sehr hellen Grauton erhalten.

Bis Ende nächster Woche sollen möglichst an zwei der vier Fassendenseiten die Fenster komplett restauriert sein. Die beiden anderen Fassadenseiten sollen möglichst bis Weihnachten erledigt sein.

Damit der Maler die Fenster streichen kann – in einem Braunton – müssen jedoch Temperaturen von mindestens plus fünf Grad herrschen. Daran mangelt es. Architekt Thomas Schramm setzt auf wärmeres Wetter in der kommenden Woche.

Auch ein Anschluss des Hauses an die Wasserleitung steht noch bevor. Die alte Zisterne ist nicht mehr funktionsfähig. Zudem muss der Maler noch den unteren Sockel des Gebäudes streichen.

Wenn auch diese Arbeiten hoffentlich im Februar abgeschlossen sein werden, ist die Gebäudehülle nach Einschätzung des Architekten mindestens für die nächsten 20 Jahre nachhaltig saniert.

Tanja Schiller ist jetzt voller Zuversicht: „Wir werden damit auch das Ziel erreichen, den wertvollen Inhalt dieses historischen Kaufhauses zu schützen.“

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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