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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

„Der Mensch geht immer vor“

18.06.2011

BRAKE Wenn die Glocken der Stadtkirche den offiziellen Feierabend einläuten, packen Ute de Buhr und Britta Berndt noch längst nicht zusammen. Obwohl das Kirchenbüro an drei Tagen in der Woche offiziell nur bis 12 Uhr geöffnet ist, sind die Kirchenbürosekretärinnen, wie die beiden offiziell heißen, auch mal länger im Dienst.

Das Kirchenbüro ist eine Behörde, aber gleichzeitig auch ein Ort, an dem die Menschlichkeit im Vordergrund steht. In den beiden Büroräumen von de Buhr und Berndt stehen bürokratische Angelegenheiten wie Beurkundungen ebenso auf dem Arbeitsplan wie Gespräche mit Gemeindegliedern. Jeder, der ein Anliegen an die Kirchengemeinde hat, steht zuerst in einem der beiden Büroräume.

Die Zimmer von de Buhr und Berndt liegen direkt gegenüber voneinander, die Türen stehen immer offen. Ob der Besucher nach links oder nach rechts abbiegt, wenn er das Bürohaus betritt, ist ihm selbst überlassen. „Wir sind die linke und die rechte Hand der Pastoren“, sagt Berndt mit einem Lächeln. „Wir ergänzen uns ganz toll.“ Britta Berndt ist gelernte Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte, Ute de Buhr war Bankangestellte, bevor sie zur Kirchengemeinde kam.

Die fröhlichen Sekretärinnen „halten den Pastoren den Rücken frei“, wie sie sagen, geben Telefonauskünfte, Beurkunden, arbeiten dem Gemeindekirchenrat zu, sind für das Meldewesen zuständig und vieles mehr. Obwohl die ein oder andere Papierschlacht zum Beruf der Pfarramtssekretärin gehört, lassen sie ihre Schreibtischarbeit liegen, wenn Besucher ins Büro kommen. „Der Mensch geht immer vor“, sagt de Buhr. „Hier ist Freud und Leid“, ergänzt sie. Die Sekretärinnen sind eine Anlaufstelle für Eltern, die ihr Kind taufen lassen wollen, aber auch für Menschen, die Halt suchen, weil sie einen Todesfall verarbeiten müssen. „Die Leute wissen, dass hier immer jemand ist“, beschreibt Berndt.

Auch in ihrer Freizeit engagieren sie sich für die Kirche. Berndt arbeitet beim Kinderbibel-Tag und bei den Projekttagen der Konfirmanden mit. De Buhr singt im Kirchenchor und hilft im Notfall beim Gottesdienst mit. „Wir leben das, es ist eine Leidenschaft“, sagt de Buhr.

Sandra Binkenstein Varel / Redaktion Friesland
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