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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Demografie: Der Wandel hat längst begonnen

23.10.2013

Nordenham In der Wanderausstellung des Landes Niedersachsen zum Thema „Unsere Zukunft unsere Stärke“ taucht Nordenham als Beispiel für einen attraktiven Standort auf. Nicht nur die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Karin Windheim-Czichon, ist stolz darauf. In einer Hinsicht ist die Stadt Nordenham tatsächlich beispielhaft. Länger und intensiver als viele andere Kommunen beschäftigt sie sich mit dem demografischen Wandel. Die Ausstellung, die zurzeit im ganzen Land auf Wanderschaft ist, will Anregungen für die weitere Entwicklung der Kommunen vor dem Hintergrund dieses Wandels geben, der sich auf eine knackige Formel bringen lässt: „Wir werden weniger, älter und bunter.“

Steuereinbrüche

Bei der Ausstellungseröffnung am Montagabend in der Stadtbücherei machte der stellvertretende Bürgermeister Ulf Riegel an Beispielen deutlich, dass der demografische Wandel längst begonnen hat. Er ging auf den Fachkräftemangel ein: „Die Wiederbesetzungszeiten bei freien Stellen im Handwerk sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Bis eine freie Stelle als Klempner neu besetzt wird, vergehen im Durchschnitt 107 Tage.“ Ulf Riegel prophezeite Einbrüche bei der Gewerbesteuer. Die Zukunft habe längst begonnen. Deshalb habe die Stadt einen Arbeitskreis Demografischer Wandel eingerichtet. Alle Beschlüsse des Rates würden hier auf ihre Zukunftsfähigkeit geprüft.

Karin Windheim-Czichon sagte, dass sich die demografischen Veränderungen in Nordenham trotz aller Bemühungen um neue Gewerbeansiedlungen nicht gänzlich aufhalten ließen. Besonders auffällig sei die Abwanderung junger Frauen aus der Wesermarsch. Wichtig ist aus Sicht der Gleichstellungsbeauftragten, mehr Frauen für Berufe in der Industrie zu begeistern. Zudem würden dringend mehr Pflegekräfte benötigt. Bei den Einrichtungen für ältere Menschen sei die Stadt schon gut aufgestellt. Als Beispiele nannte Karin Windheim-Czichon das Vita-Forum, das Seniorenservicebüro und die Geriatrie-Abteilung der Wesermarsch-Klinik.

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Auf sehr bildhafte Weise machten der Büchereileiter Jochen Dudeck und Christine Völker von der städtischen Wirtschaftsförderung die demografische Herausforderung deutlich, vor der die Stadt Nordenham steht. Sie verglichen die aktuelle Lebenssituationen von fünf fiktiven Personen mit denen im Jahre 2030.

Da ist zum Beispiel der zweijährige Felix, der in 17 Jahren vor allem bezahlbaren Wohnraum braucht. Freizeitangebote für diese Altersgruppe seien rar. Einen Ausbildungsplatz zu finden, dürfte kein großes Problem ein.

Und da ist der 59-jährige Rainer. Er ist zurzeit auf ein flexibles Arbeitszeitmodell angewiesen, weil er seine kranke Mutter pflegt. In 17 Jahren ist er selbst chronisch krank. Die Pflege seiner Mutter hat seine Ersparnisse aufgezehrt. Es droht Altersarmut. Er ist auf eine gute ärztliche Versorgung angewiesen und auf klinische Ambulanzen.

Mehr Arbeit für Frauen

Jochen Dudeck: „Die demografische Herausforderung besteht nicht nur darin, Pflege- und Heimplätze zu schaffen.“ Es gehe auch um flexible Krippen- und Kindergartenangebote, um flexible Arbeitszeitmodelle, um Freizeit-, Sport- und Kulturangebote und um eine Ausweitung der Ausbildungs- und Arbeitsplatzangebote für Frauen. 


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/wesermarsch 
Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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