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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

WIRTSCHAFT: Der Weg erinnert an Felten-Direktor

29.04.2008

FRIEDRICH-AUGUST-HüTTE Was verbirgt sich hinter den Namen der Straßen, Wege und Plätze? Für die Stadt Nordenham ist das in einigen Fällen schon geklärt. So erfährt der Betrachter beispielsweise zu dem Namen der Bernhardstraße in der Stadtmitte mittels eines zusätzlich angebrachten Schildes, dass Bernhard Hansing (1831-1902) Pächter auf Gut Schützfeld war und dem Oldenburgischen Landtag angehörte. Und wie verhält es sich mit dem Engelhardt-Weg?

Fred Memenga hat die Geschichte recherchiert. Dieser Weg ist nach Auskunft des 70-Jährigen einem Einwohner gewidmet, der sich noch immer bester Gesundheit erfreut: Wolfgang Engelhardt. Er wurde 1970 Direktor bei Felten & Guilleaume. Seiner Initiative ist es nach den Worten von Fred Memenga zu verdanken, dass der Weg gebaut wurde.

Ende der 60er-Jahre bestimmte eine Thema die Diskussion im Betrieb: Der Bau eines Fuß- und Radweges neben dem Helgoländer Damm. „In den Betriebsversammlungen kam dieser Punkt immer wieder auf den Tisch“, erinnert sich der ehemalige Ausbildungsleiter Fred Memenga. Direktor Gustav Hübler, auch der „Eiserne Gustav“ genannt, sowie der Betriebsratsvorsitzende Herbert Weiß kreuzten dabei die Klingen.

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Bei F & G gab es nur einen kleinen Parkplatz für Autos. Die meisten Mitarbeiter kamen mit dem Bus, der an der Martin-Pauls-Straße hielt, oder mit dem Fahrrad zur Arbeit. Der Helgoländer Damm war vor allem zu Arbeitsbeginn und bei Schichtende stark frequentiert. Es bildeten sich lange Schlangen. Und weil der Damm ein starkes Gefälle aufwies, war das Befahren im Winter nicht ungefährlich. Ein tödlicher Unfall Ende der 60er-Jahre brachte schließlich die Geschichte ins Rollen. Der Kalkulator der Blechschlosserei, August Studolka, verunglückte mit seinem Fahrrad.

Unter der Regie von Wolfgang Engelhardt nahm der Bau eines Rad- und Fußweges entlang des Sieltiefs konkrete Formen an. 1974 war es so weit: Der 375 Meter lange und zwei Meter breite Weg wurde eingeweiht. Nach Auskunft von Fred Memenga verarbeiteten die Bauarbeiter 3000 Kubikmeter Füllsand und verlegten 750 Quadratmeter Betonsteine. Auch pflanzten sie 218 Birken entlang des neuen Weges und installierten eine Straßenbeleuchtung. Felten-Mitarbeiter brachten schließlich nach der Fertigstellung ein Schild mit der Aufschrift „Engelhardt-Weg“ an. Doch der Direktor ließ nach den Worten von Fred Memenga den Wegweiser noch am selben Tag wieder abmontieren.

Das Straßenschild war 16 Jahre lang verschwunden – bis zum 70. Geburtstag von Wolfgang Engelhardt. Nach kriminalistischer Feinarbeit sei es ihm gelungen, das alte Schild im Gebäude der DLRG am Strand zu finden, merkt Fred Memenga an. Bei der Feier im Burgsaal der Friedeburg überreichte er das wiederentdeckte Unikat an Wolfgang Engelhardt. Tags darauf hing es an seinem angestammten Platz.

Die Stadt Nordenham vergab den Namen offiziell im Jahr 1992. 15 Jahre später wurde laut Fred Memenga ein normgerechtes Straßenschild angebracht und der Weg im Straßenverzeichnis der Stadt eingetragen. Das von den Felten-Mitarbeitern angefertigte Schild hat ebenfalls seinen Platz gefunden. „Es befindet sich jetzt im Museum Nordenham“, weiß Fred Memenga.

Felten-geschichte in der Alten Post

33 Jahre lang war Fred Memenga mit der Ausbildung von jungen Leuten bei Felten & Guilleaume in Friedrich-August-Hütte betraut. Anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Stadt Nordenham wird der ehemalige Ausbildungsleiter auf die Nordenhamer Firmengeschichte des Unternehmens am Mittwoch, 21. Mai, zurückblicken. Sein Vortrag, der von der KVHS angeboten wird, beginnt um 19 Uhr in der Alten Post.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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