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Aktualisiert vor 13 Minuten.

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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Flohmarkt: Die ersten Anbieter kommen in der Nacht

06.05.2013

Nordenham „Als ich heute früh um 3.30 Uhr mit meinen Pferdeanhänger voller Klimbim ankam, dachte ich einer der ersten zu sein. Aber denkste! Über 30 Plätze waren schon vergeben,“ erzählt Thomas Grimm. „Und lausig kalt war’s.“ Sein Blick schweift über den Nordenhamer Marktplatz. Es ist 8 Uhr. Auf viele der Stände beim traditionellen Nordenhamer Flohmarkt scheint aber schon die Sonne und ihre Auslagen schimmern und glitzern.

„Das Geschäft lief schleppend an, nicht so wie erhofft,“ sagt er und wärmt sich die Hände an einer heißen Tasse mit Kaffee. Tatsächlich ist noch relativ wenig los. „Mir scheint, es sind weniger Stände als im Vorjahr. Viele Reihen wurden leider nicht geschlossen,“ zieht Harry Garian nüchtern eine erste Bilanz. Trotzdem wirkt er zufrieden: „Der Umsatz ist gut. Wir haben reichlich Spaß. Und es wird rundum gesabbelt.“ Vor ihm auf dem Tapeziertisch liegen viele neckische Dinge – so beispielsweise ein kunterbuntes Schachspiel mit Bart Simpson als Königsfigur. „Ich hatte selbst nicht genug zu verkaufen. Da haben Freunde mir vieles mitgegeben. Quasi in Kommission.“

Verkäufer schwitzen

Vier Stunden später, gegen 12 Uhr, liegt fast schon der gesamte Marktplatz in praller Sonne. Jetzt schwitzen die Verkäufer. „Ich bin viel zu dick angezogen,“ gesteht Zeliha Aykanat. Es sei zwar weniger los als im vergangenen Jahr, sagt sie, aber die Resonanz sei diesmal wesentlich größer. Das Geschäft gehe super.

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Thorsten Funk hält sich da allerdings etwas bedeckter. „Es läuft nicht besonders toll. Es sind zu viele Professionelle da,“ sagt er. „Ich hoffe aber in den nächsten Stunden noch etwas zu verkaufen, damit ich nicht gar zu vieles wieder mit nach Hause schleppen muss.“

In diese Kerbe schlägt auch Ulf Wischniewski: „Naja, wir hatten mehr erwartet, aber vielleicht tut sich ja noch ‘was.“ „Pappelapapp,“ entgegnet Deike Lübben, die zum ersten Mal hier beim „NorFloh“ dabei ist, und prostet mit ’nem Gläschen Schampus in der Hand ihren Helferinnen zu. „Schau doch her, der Tisch ist fast leer!“ Tatsächlich liegen von den vielen Dingen, die ihre Familie von ihren Dachböden zusammengetragen hatte, nur noch Ausgesuchtes vor ihr. „Erstaunlich, was man so alles los wird!“

Raritäten entdeckt

So unterschiedlich die Meinungen der Verkäufer, so unterschiedlich auch die der Marktbesucher: „Wir wollen nichts kaufen. Aber hier zu schlendern ist doch besser als den ganzen Tag im Garten zu liegen,“ sagt Sabine Garbe. „Ich sah ein tolles Nostalgie-Radio. Das hat mich echt gereizt. Aber wo sollte ich es hinstellen?,“ fragt Wilfried Boekhoff und zuckt mit den Achseln. Hergen Albers dagegen fand, was er schon lange suchte: eine schicke, alte Nähmaschine zu einen Spottpreis.

Wer auf dem Traditions-Flohmarkt, der einst als NorWo-Flohmarkt gegründet wurde, nur gucken wollte, hatte viel zu gucken. Wer etwas entdecken wollte, konnte rundum entdecken. Und wer Bestimmtes suchte, wurde garantiert auch fündig – sei es Lötfett oder ein Porträt von Rudolf Schock, ein alter gefederter Fahrradsattel oder ein Butterfass, eine LP von Drafi Deutscher oder die Erinnerungen an Flucht und Vertreibung in „Die letzten Tage in Ostpreußen“.

Fast ein Schlaraffenland öffnete sich für den, der Kindersachen oder Kinderspielzeug suchte. Hier war reichlich im Angebot. „Jeder Pullover nur ein Euro. Nehmen Sie doch gleich den ganzen Stapel!“, wurde empfohlen. „Können Sie ‘nen Hunderter klein machen?“

Trotz mancher Kritik waren sich am Ende des NorFloh-Tages aber alle einig, dass der Markt eine gute Idee ist und im nächsten Jahr unbedingt wiederholt werden muss. So sieht es übrigens auch Ilona Tetzlaff. „Über 200 Stände. Mehrere tausend Besucher. Wetter bombastisch. Keine Vorfälle, alles lief ganz entspannt. Ein voller Erfolg!“, so das Resümee der NMT-Geschäftsführerin.

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