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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Center Parcs In Tossens: Die (fast) unsichtbare Großbaustelle

19.01.2017

Tossens So weit das Auge reicht: Kisten, Kartons, stapelweise mit Packpapier umwickelte Möbel. Normalerweise wird hier Sport betrieben. Doch von einem Normalbetrieb ist Center Parcs in Tossens – auch wenn die Gäste davon (fast) nichts mitbekommen – derzeit weit entfernt. „Im Squash-Bereich haben wir eine Lackierwerkstatt eingerichtet“, sagt Park-Manager Christoph Muth und zeigt auf eine verschlossene Tür ganz am anderen Ende der riesigen Tennishalle, die sich in ein Logistiklager verwandelt hat.

Center Parcs hat Phase 1 des geplanten Umbaus von 423 Gästeunterkünften gestartet. Im südwestlich der Nordseeallee gelegenen Park 2 werden 132 Ferienhäuser und 40 Appartements von Grund auf renoviert und umgestaltet. Ein logistischer Kraftakt: Am 9. Januar haben die Arbeiten begonnen, bereits am 7. April sollen und müssen sie abgeschlossen sein – mehr Spielraum lässt das zur Verfügung stehende Zeitfenster nicht zu.

Der Umbau in dieser ersten Phase, für die ein Investitionsvolumen von 6,1 Millionen kalkuliert ist, erfolgt in neun Teilabschnitten, die jeweils 15 bis 25 Ferienimmobilien umfassen. Und dabei darf nichts schiefgehen. Denn Häuser, die sich derzeit im Rohbau befinden, sind bereits für Gäste reserviert, die in wenigen Wochen einziehen wollen.

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Vom Sofa bis zur Einbauküche – und alles zum Nulltarif

Die Ferienbungalows von Center Parcs werden nicht nur von Grund auf renoviert, sondern auch komplett neu möbliert. Die ausrangierten Möbel – Tische, Sofas, Betten, Stühle, komplette Küchen (allerdings ohne Elektrogeräte), Gartenliegen – und weiteres Inventar wie Matratzen, Decken, Lampen und Garderoben sind zum Wegschmeißen zu schaden. Daher möchte Center Parcs die Einrichtungsgegenstände gerne verschenken.

Hilfsorganisationen und Vereine, aber auch Bürger, die Interesse haben, können sich per Mail an Olga Prieb wenden, um Einzelheiten und Termine abzusprechen (olfa.prieb@groupepvcp.com). Weil Center Parcs keine Möglichkeiten hat, die ausrangierten Möbel zu lagern, müssen sie direkt aus den Ferienhäusern abgeholt werden.

Die Litauen-Hilfe hat laut Center-Parcs-Manager Christoph Muth bereits einen ganzen Lkw mit Einrichtungsgegenständen vollgeladen, um sie an Bedürftige zu verteilen.

Ein internationales Projektteam von Center Parcs hat in enger Absprache mit der Mannschaft vor Ort die Abläufe geplant. Das ist auch notwendig, damit alles Hand in Hand geht, es an keiner Stelle zu Reibungs- und Zeitverlusten kommt. 15 Unternehmen, darunter Firmen aus der Wesermarsch, tummeln sich mit täglich bis zu 150 Mitarbeitern auf einer Großbaustelle, die gleichwohl nahezu unsichtbar ist – und es auch bleiben soll. Denn alle Arbeiten finden im laufenden Tourismusbetrieb mit bis zu 1000 Urlaubern, die sich derzeit im Park aufhalten, statt. Christoph Muth: „Natürlich sollen die Gäste keine Beeinträchtigungen in Kauf nehmen müssen.“

Und das müssen sie auch tatsächlich nicht, sieht man einmal davon ab, dass vor einem Teil der Ferienhäuser Lieferwagen parken, Handwerker ein- und ausgehen, in einer Straße ein randvoll mit Fließen beladener Container abgestellt ist und eben die Tennishalle nicht zur Verfügung steht – hier wird von der Kloschlüssel bis zum Stubentisch alles für die Neueinrichtung der Häuser gelagert.

Phase 2 und 3 des Großprojekts, mit dem der Park Nordseeküste für die Zukunft fit gemacht werden soll, schließen sich ab November an. Sind sie beendet, wird Center Parcs für den Umbau der Bungalows und Appartements sowie die ebenfalls geplante Sanierung des Zentralbereichs 15,1 Millionen Euro investiert haben – ohne einen einzigen Cent öffentliche Mittel, wie Christoph Muth betont.

Das Geld für die Großinvestition erlöst Center Parcs durch den Verkauf von 345 Ferienimmobilien an private Investoren. Und auch der laufe richtig gut, so Christoph Muth. Der Verkauf von fast 200 Bungalows und Appartements sei inzwischen notariell beurkundet, weitere 50 Kaufoptionen seien unterschrieben. Und der Park-Manager ist optimistisch, dass sich auch für die verbleibenden knapp 100 Immobilien rasch Käufer finden werden.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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