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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

JUBILÄUM: Die Liebe zur Seefahrt verbindet

25.09.2008

NORDENHAM Als Nordenham vor genau 100 Jahren die Stadtrechte erhielt, begann auch die Geschichte der Marinekameradschaft. Am 25. November 1908 hoben 19 Männer in der Gaststätte Krüger an der Ecke Schulstraße/Peterstraße die maritime Gemeinschaft aus der Taufe, die in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiert.

Wie der Pressewart Jürgen Meese berichtet, stand die deutsche Marine lange Zeit im Schatten des Heers. Als Folge der Kolonialisierung gewann die Marine aber immer mehr an Bedeutung. Und so bildeten sich Ende des 19. Jahrhunderts die ersten Marinevereine. Der Marineverein Nordenham bekannte sich bei seiner Gründung „zur Förderung der Deutschen Seegeltung sowie der Traditions- und Kameradschaftspflege“. Außerdem sollten Vorträge über das Schifffahrtswesen und Festveranstaltungen für ein reges Gemeinschaftsleben sorgen.

Es dauerte zwei weitere Jahre, bis der Verein genügend Geld angespart hatte, um sich eine Vereinsfahne zuzulegen. Das gute Stück hängt noch immer sicher verwahrt in einer Glasvitrine im Hotel zur Post. In dieses Lokal ist der Verein umgezogen, nachdem die Gründungsgaststätte vor fünf Jahren ihren Betrieb aufgegeben hatte.

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Der Erste Weltkrieg brachte kaum einen Einschnitt in die Vereinstätigkeit. Bis zum Ende des Ersten Weltkriegs gehörten dem Verein vorwiegend Marinesoldaten an. Es gab aber auch schon damals einige Zivilisten. Eine Aufgabe des Vereins bestand darin, Hinterbliebene von Kriegsopfern zu unterstützen.

Nach dem Ersten Weltkrieg benannten sich die Marinevereine in Marinekameradschaften um. 1930 wurde dem Verein eine Frauengruppe angegliedert. Die Marinekameradschaft wurde 1945, wie seinerzeit alle Vereinigungen, von den Alliierten verboten. Im Jahre 1953 ging die Marinekameradschaft aber erneut an den Start. Es stieg der Anteil der Mitglieder aus der privaten Schifffahrt, der Handelsmarine und der Fischerei. Und es gesellten sich viele Mitglieder dazu, die nicht zur See fuhren, sich aber für die Seefahrt interessierten. Anfang der Achtzigerjahre erlebte die Marinekameradschaft mit mehr als 80 Mitgliedern ihre Blütezeit. Damals gehörte auch ein Japaner dazu. Er hieß Hajime Sarumaru-San. Den früheren Marinearzt hatte ein Mitglied des Vereins im Zweiten Weltkrieg kennen gelernt Bei einem Besuch in Nordenham trat er der Marinekameradschaft bei.

Inzwischen ist der Verein auf 34 Mitglieder geschrumpft. „Es ist schwierig geworden, Nachwuchs zu finden“, erklärt Jürgen Meese diesen Schwund. Ein Grund dafür ist aus seiner Sicht, dass es immer weniger deutsche Seeleute gibt.

Die ältesten Mitglieder sind Heinz Diester und der Ehrenvorsitzende Helmut Brandt, der selbst noch bei der Marine gefahren ist. Viele Mitglieder sind nie zur See gefahren. Aber was sie verbindet, ist die gemeinsame Liebe zur Seefahrt. Und diese Liebe pflegen sie bei ihren regelmäßigen Kameradschaftsabenden mit „Rees an Backbord“, wie der gesellige Teil bei den Marinern genannt wird. Außerdem beschäftigen sie sich in Vorträgen mit maritimen Themen.

Zum jetzigen Vorstand gehören der Vorsitzende Klaus Warner, sein Stellvertreter Walter Voskamp, Schatzmeister Günter Baumgardt, Schriftwart Manfred Otromke, Pressewart Jürgen Meese und Fredo Saueressig als Leiter des Vergnügungsausschusses.

Jubiläumsfestball

Anlässlich ihres Jubiläums richtet die Marinekameradschaft Nordenham am Sonnabend, 11. Oktober, die Landesverbandstagung in den Weserterrassen aus. Am Abend wollen die Mariner bei einem Festball feiern. Er beginnt um 20 Uhr. Zu dieser Veranstaltung erwartet die Marinekameradschaft unter anderem den Shantychor Bremerhaven.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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