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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Geschäftsschließung: „Die Stammkunden sind sehr traurig“

17.03.2011

BRAKE Der Schlussakt ist eingeläutet; die großen Plakate in den Schaufenstern verkünden es unübersehbar. „Totalausverkauf“ steht dort in roten Lettern. Und drinnen haben sich die Regale geleert. Für eines der ältesten und traditionsreichsten Geschäfte Brakes hat der Endspurt begonnen: Das Bettenhaus Müller in der Schulstraße wird in wenigen Wochen schließen.

Zweite Generation

„Einmal muss Schluss sein“ sagt Wilke Müller (71), der den Betrieb zusammen mit seiner Frau Karin (70) seit 48 Jahren in der zweiten Generation führt. Das Geschäft selbst ist noch älter, die Ära Müller indes begann am 1. Juli 1935. Wilke Müllers Vater Erich Müller übernahm ein Textilgeschäft in der Innenstadt. Er führte es bis Ende 1962. Am 1. Januar 1963 rückten als Inhaber Wilke Müller und seine Frau Karin nach. 1987 verabschiedeten sie sich von den Textilien, die der Betrieb bis dahin führte, und konzentrierten sich voll und ganz auf den Bereich Betten.

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Mehr als 48 Jahre später soll es nun vorbei sein. Der Räumungsverkauf ist angelaufen. Wilke Müller schätzt, dass es noch vier bis sechs Wochen dauern wird, ehe endgültig der Vorhang fällt und in Brake eine lange Tradition endet.

Wie reagieren die vielen Stammkunden auf die baldige Schließung des Bettenhauses? „Sie sind sehr traurig“, berichtet Karin Müller. Und auch für die drei Mitarbeiterinnen, die zusammen mit dem Inhaber-Ehepaar ein eingespieltes Team bilden, ist es ein komisches Gefühl, dass bald endgültig die Lichter ausgehen sollen. Monika Helbig gehört bereits seit 35 Jahren zum Betrieb, Solweig Brennicke seit immerhin 20 und Dagmar Jochens seit 14 Jahren. „Das schmiedet zusammen“, sagt Karin Müller, die seit vielen Jahren mit einigen Sorgen die Entwicklung des Braker Einzelhandels mit der immer stärker werdenden Konkurrenz auf der „grünen Wiese“ beobachtet.

Wohnungen geplant

Gegen die haben sich die Müllers wacker zur Wehr zu setzen gewusst – unter anderem, indem sie stets auf eine fachkundige Beratung ihrer Kunden setzten. Dafür, dass sie nun aufhören wollen, nennen Karin und Wilke Müller Altersgründe. Reisen wollen sie in Zukunft und sich zudem um Haus und Garten kümmern – langweilig wird ihnen also nicht werden.

Das Gebäude in der Schulstraße wollen sie verkaufen. Nach wie vor ist der Plan aktuell, es zu entkernen, aufwendig zu sanieren und dann sieben alten- und behindertengerechte Wohnungen einzubauen. Bislang sind laut Wilke Müller allerdings nur drei der geplanten sieben Wohnungen vergeben. Nach seinen Worten kann das Projekt erst realisiert werden, wenn wenigstens fünf Wohnungen an den Mann gebracht sind.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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