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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Der Tisch für junge Eulen ist reich gedeckt

07.10.2019

Diekmannshausen Es gibt Vögel, in deren Nahrungskette Mäuse eine große Rolle spielen. Bei den Schleiereulen zählen Mäuse zu einer bevorzugten Beute.

Ein Naturfreund aus Diekmannshausen hat an der Ölstraße in einem Vogelturm Nistkästen angebracht. Im Inneren des Turms kann man über Alu-Leitern auf die obere Plattform klettern und von hinten in die Kästen schauen. Beim NWZ-Besuch sind jede Menge Jungvögel zu sehen. Wie viele mögen es sein? Erstaunt werden insgesamt elf junge Eulen gezählt. Und dies ist die zweite Brut. Das erste Gelege brachte auch schon Nachkommen. Bei den meisten ist schon das typische Schleier-Kopfbild zu erkennen. Der Schleiereulen-Experte Hansjürgen Festerling aus Oldenburg: „In solch einem Mäusejahr wird auch schon mal eine dritte Brut großgezogen. Dann gibt es auch Schachtelbruten. Das bedeutet, dass das Weibchen schon wieder anfängt zu legen, obwohl die Jungvögel noch nicht alle ausgeflogen sind.“

Die Brutstimmung ist vom Nahrungsangebot abhängig. Sei der Bestand an Feldmäusen gering, komme es bei 60 Prozent der Altvögel nicht zur Brut, so der Schleiereulen-Experte.

Das Gebiet des Nabu-Experten Hansjürgen Festerling umfasst die Bereiche Oldenburg Stadt und Land, Ammerland, Friesland und den Landkreis Wesermarsch. Im Vorjahr hat er 400 Eulen gezählt. In diesem Jahr sind es schon mehr als 1000.

Die Schleiereulen finden in der Region etliche Nistmöglichkeiten vor – auch von Privatpersonen geschaffen. Gute Bedingungen also. Der Experte: „Das erste Jahr ist entscheidend für die Eule, ob sie durchkommt.“

Die Schleiereule mit einer Länge von 33 bis 35 Zentimetern und einer Flügelspannweite von 85 bis zu 95 Zentimeter ist imposant.

Neben den Eulen hat auch ein Turmfalke in einem anderen Einflugloch gebrütet. Insgesamt fünf Nistkästen hängen an der Ölstraße im Bereich von Jaderaltensiel bis Diekmannshausen. Geschätzte 15 junge Turmfalken wurden darin großgezogen.

Die Mehlschwalben fühlen sich am kleinen Pumpwerk wohl. Von den 31 Nestern waren 24 belegt.

Übrigens: Nicht nur Schleiereulen fanden und finden durch die enorme Mäusepopulation ausreichend Nahrung. Auch den Störchen boten die vielen Mäuse genügend Nahrung.

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