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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Oowv: Pionierarbeit für die Wesermarsch

10.11.2018

Diekmannshausen So richtig losgelassen hat der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) die beiden bis heute nicht. Wie auch? Anneliese und Wilhelm Bruns blicken auf die Kaskade in Diekmannshausen, sobald sie aus ihrer Haustür treten. Außerdem arbeitet dort ihre Tochter Sonja Müller als Servicekraft. Abgerissen ist der Kontakt zum OOWV also nie.

83 und 88 Jahre alt sind Anneliese und Wilhelm Bruns heute. Doch wenn sie über ihren ehemaligen Arbeitgeber sprechen, klingt das nicht nach gestern.

Als Rohrnetzmeister kam Wilhelm Bruns 1961 zum OOWV, zur damaligen Betriebsstelle Diekmannshausen. Der Aufbau der Trinkwasserversorgung in der Wesermarsch war in vollem Gange. Schon seit 1951 hatte er daran mitgewirkt, zunächst im Auftrag des Oldenburgisch-Ostfriesischen Marschenwasserverbands (OOMWV) und ab 1955 als Meister des Jade Wasserwerks Wilhelmshaven. Das war Pionierarbeit für die Region, aber seinen Anteil daran will er nicht überbewertet wissen. „Das hat mich jung gehalten.“

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Zu einem Tag

der offenen Tür lädt der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) für Sonntag, 11. November, in das Museum Kaskade in Diekmannshausen ein. „Dein Trinkwasser – unsere Leidenschaft“ lautet das Motto der Veranstaltung. Die Besucher erwartet von 12 bis 17 Uhr an der Bäderstraße 2 ein abwechslungsreiches Programm. Der Eintritt ist frei.

Fast mühsamer als das Verbuddeln der Rohre sei anschließend die Überzeugungsarbeit bei der Bevölkerung gewesen, Kunde des neuen Trinkwasserversorgers zu werden. „Die Menschen waren anfangs skeptisch“, weiß der 88-Jährige noch gut: „Sie vertrauten lieber ihren eigenen Zisternen.“ Die Qualität des Regenwassers sei doch hervorragend, lautete nach seinen Worten häufig der Einwand der Bürger.

Doch schon bald sprach sich herum, welch Komfort und welche Sicherheit ein eigener Wasseranschluss bedeutete. Auch die Landwirtschaft zählte bald zu den Kunden. Die steigende Nachfrage sei der Anlass für den Bau der Kaskade gewesen. 1956 entstand ein erster Wasserspeicher für 2500 Kubikmeter Wasser, 1961 ein zweiter mit der gleichen Größe. Nachts füllten diese sich auf, um tagsüber die Reserven zu bieten.

Wenn Wilhelm Bruns an damalige Zeiten denkt, fehlen nächtliche Einsätze nicht in seiner Erinnerung. „Anders als im heute ausgebauten Netz gab es nur eine Leitung. Schäden wollten wir also schnell beheben, damit die Versorgung tagsüber wieder gesichert war“, sagt er. Er habe dabei selten auf Pläne schauen müssen: „Ich hatte im Kopf, wo Leitungen lagen.“

In den mehr als drei Jahrzehnten, die der Diekmannshauser ab 1961 für den OOWV arbeitete, wurde er in der Region zu einem Gesicht des Unternehmens. 1992, kurz vor dem Eintritt in die Rente, waren diese Kontakte noch einmal besonders wertvoll. Bei der Verlegung einer neuen Trinkwasserleitung von Iffens nach Tossens war sein diplomatisches Geschick in Gesprächen mit den Anliegern gefordert, auf deren Grundstücke gegraben werden musste. Nicht selten waren das Landwirte, die eine Entschädigung für ihren Nutzungsausfall erwarteten.

Nach diesem Projekt verabschiedete sich Wilhelm Bruns in den Ruhestand. Ein Jahr später, als die Betriebsstelle Diekmannshausen aufgelöst wurde, kauften er und seine Frau das zuvor gemietete Haus. Die Kaskade behielt er so immer fest im Blick und den Kontakt zum OOWV pflegte der Rentner ebenfalls, auch wenn er sich mehr Zeit für Reisen und das Boßeln beim TV Schweiburg nahm.

Stundenweise war er sogar noch für das Unternehmen tätig, führte bis 2009 Besuchergruppen durch die Kaskade. Das Gebäude des OOWV war auch für seine Frau Anneliese von 1980 bis 2000 berufliche Heimat; zunächst als Putzkraft, später betreute sie noch Besuchergruppen, insbesondere Schulklassen.

Hans-Carl Bokelmann Jade/Ovelgönne / Redaktion Brake
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