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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

„Diesmal muss nachgebessert werden“

02.05.2007

BRAKE Die Gewerkschaften wollen mehr Lohn bei den Tarifrunden durchsetzen. Sie fordern einen gesetzlichen Mindestlohn für alle Branchen.

von torsten wewer BRAKE - Vorstandsmitglieder von börsennotierten Unternehmen würden im Durchschnitt etwa 1,8 Millionen Euro jährlich verdienen. So viel Geld bekäme ein Arbeitnehmer sein ganzes Berufsleben lang nicht. Damit stelle sich die Frage, was Arbeit eigentlich noch wert sei, gab Rainer Nehring, Arbeitersekretär der Gewerkschaft „Verdi“, auf der gestrigen Mai-Kundgebung auf dem Postplatz die Linie der Gewerkschaften bei den nächsten Tarifrunden vor. „Wir müssen dem Lohn- und Tarifdumping ein Ende bereiten“, unterstrich Nehring. 19 Prozent aller Vollzeitbeschäftigten in Deutschland seien im Niedriglohnbereich tätig, im Ostteil des Landes betrage dieser Anteil sogar 36 Prozent. Mit diesem „Dienstleistungsproletariat“ und der „Zweiklassengesellschaft des 21. Jahrhunderts“ müsse Schluss sein, forderte Nehring. „In diesem Jahr muss überall kräftig nachgebessert werden“. Er sprach sich zudem klar für einen gesetzlichen Mindestlohn „ab 7,50 Euro“ aus – und zwar für alle Branchen.

Zuvor hatte Karl-Heinz Dörrbecker vom Airbus-Betriebsrat aus Nordenham um Unterstützung beim Kampf um das Werk in Nordenham geworben. „Airbus ist kein Sanierungsfall“, verwies Dörr-becker auf die Leistungen der 2400 Mitarbeiter und betonte, dass die derzeitige Krise des Unternehmens „aufgrund schwerwiegender Managementfehler“ entstanden sei. Das Sanierungskonzept „Power 8“ lehne der Betriebsrat „entschieden ab“. Dieses Konzept habe nichts zu tun mit dem Respekt vor der Leistung der Mitarbeiter, nichts mit sozialer Gerechtigkeit und nichts mit guter Arbeit zu tun. „Wir sagen ,Nein’ zu Stellenabbau und ,Nein’ zu Werksverkäufen“, kündigte Dörrbecker weitere Aktionen an, die allerdings mit den Mitarbeitern an den verschiedenen Standorten koordiniert werden sollen.

Uwe Peglau, DBG-Ortsverbandsvorsitzender, hatte die Kundgebung unter dem Motto „Du hast mehr verdient“ mit der Forderung nach „mehr Bildungs-, Ausbildungs- und mehr Beschäftigungschancen“ eröffnet. Mini-, Midijobs oder Leiharbeit könnten nicht die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Deutschland sein.

Die Veranstaltung wurde musikalisch vom BSW-Orchester unter Leitung von Thomas Schröder begleitet. Vereine und Initiativen stellten ihre Aktivitäten vor und die Polizei bot eine kostenlose Fahrradcodierung an.

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