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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Neubau rückt in weite Ferne

15.06.2018

Dreisielen Der Neubau der Brücke über die Ollen in Dreisielen ist in sehr weite Ferne gerückt. Vorsichtig geschätzt würde das Vorhaben mit Kosten in Höhe von einer Million Euro zu Buche schlagen – eine Summe, die die Gemeinde Berne auf absehbare Zeit nicht stemmen kann.

Diese Erkenntnis stand am sehr späten Dienstagabend vergangener Woche im nichtöffentlichen Teil der Sitzung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung im Raum. Der eigentlich vorgesehene Neubau für 400 000 Euro war schon zuvor unrealistisch geworden, weil bei Untersuchungen festgestellt worden war, dass sich Rückstände der Vorgängerbrücke, die 1945 gesprengt worden war, und eventuell sogar noch Überreste eines alten Sielbauwerkes im Untergrund befinden.

Ohne Räumung dieser Hindernisse kann keine Brücke mit Mittelunterstützung gebaut werden. Und diese Räumung wurde nun vom Planungsbüro zu einem finanziell nicht zu kalkulierendem Risiko erklärt, führte Fachbereichsleiter Michael Heibült im Nachgang der Ausschusssitzung aus.

Bei „überschlägig kalkulierten Varianten“ für eine neue Brücke, die die Ollen ohne Mittelstütze überspannt, landete der Planer bei der Summe von einer Million Euro. „Diese Million hat Berne nicht“, so Heibült. Deshalb heißt es nun wahrscheinlich: Alles auf Anfang.

Die Fraktionen diskutierten, die Instandsetzung der vorhandenen Brücke und deren Erhalt zu prüfen. „Bisher wurde das noch nicht gemacht, weil wir eine neue Brücke und damit dauerhafte Lösung für darstellbar gehalten haben“, sagte Heibült – auch vor dem Hintergrund, dass die Sanierung der alten Brücke ebenfalls nicht zum Schnäppchenpreis zu haben sein wird und eben keine Lösung von Dauer darstellt.

Ob die Brücke in Dreisielen überhaupt so weit in Ordnung gebracht werden kann, dass wieder Autos darüber fahren dürfen, muss sich zeigen. Das wäre natürlich – sofern bezahlbar – ein Ergebnis, das auch die Anwohner freuen dürfte. Ebenso könnte aber herauskommen, dass das Bauwerk auch künftig nur für Fußgänger und Radfahrer nutzbar sein wird oder – schlimmstenfalls – gar nicht mehr zu retten ist. Heibült: „Das Ergebnis der Bauwerksüberprüfung ist völlig offen.“ Fakt ist aber: Eine Instandsetzung ist immer nur eine Lösung auf Zeit.

Alle drei Jahre muss eine Bauwerksprüfung normalerweise erfolgen, so Heibült. Diese Hauptprüfung könnte nun vorgezogen werden. Darüber soll der Verwaltungsausschuss am Dienstag, 26. Juni, entscheiden. Ein Ergebnis dieser Prüfung könnte im August vorliegen, so dass nach den Sommerferien im Fachausschuss über eine Sanierung beraten werden könnte.

Die Brücke in Dreisielen war nach der letzten Hauptprüfung im Juli 2016 aufgrund statischer Bedenken komplett gesperrt worden. Erst nach Verstärkungsmaßnahmen in kleinerem Umfang war die bis jetzt gültige Freigabe für Fußgänger und Radfahrer erfolgt.

Anja Biewald Berne/Lemwerder / Redaktion Brake
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