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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Durchblick dank Eiskratzer

06.01.2016

Brake Autofahrer kennen das Gefühl. Man kommt gerade aus dem warmen Zuhause, will in sein Auto einsteigen und bemerkt dann, dass die Scheiben des geliebten Fahrzeugs restlos eingefroren sind. Für die Lösung dieses Problems gibt es einige Möglichkeiten. Die NWZ  hat mit Autofachleuten gesprochen und mit ein paar Mythen aufgeräumt.

Der Kratzer

Gilt bei den Fachleuten als umstritten. „Die Scheiben werden durch das Kratzen zu sehr beschädigt. Das kann sogar soweit führen, dass der TÜV einen Austausch der Scheibe anordnet“, erklärt Wolfgang Frerichs, der eine Braker Kfz-Werkstatt leitet. Die Kratzer seien spätestens im Sommer sichtbar und könnten den Fahrer blenden. Ähnlich sieht es Wilfried Finkeldey. Der Kfz-Meister rät auch vom Kratzer ab: „Jemand, der kratz, hat sein Auto noch nie geliebt“, sagt er scherzend.

Anders sieht das Lothar Wilhelm. „Nachdem das Auto von Schnee befreit ist, kann man die harte Eisschicht mit der geriffelten Seite des Kratzers aufbrechen und dann mit der glatten Seite abziehen“, erklärt der Kfz-Meister. Dazu sollte aber nur ein Kratzer aus Plastik verwendet werden. Als Zusatztipp rät Kfz-Meister Claus Horstmann, dass die Scheibe vor dem Kratzen abgewischt wird. „Dann schiebt man nicht den ganzen Dreck über die Scheibe.“

Enteisungspray

Das Enteisungsspray wird von allen Kfz-Experten empfohlen. „Es schont die Scheiben und den Lack am besten“, erklärt Finkeldey. Die meisten Sprays seien sehr effektiv. Allerdings seien die Sprays bei einer sehr dicken Eisschicht nur begrenzt erfolgreich, gibt Wilhelm zu bedenken.

Heißes Wasser

Die Experten sind sich hierbei einig, dass unter keinen Umständen heißes Wasser verwendet werden sollte. „Die Scheiben können sonst reißen“, erklärt Horstmann. „Wenn das heiße Wasser auf die kalten Scheiben prallt, können die ganz schnell zerspringen. Wir können uns ja kaum vorstellen, wie kalt die Scheiben wirklich sind“, ergänzt Wilhelm. Auch von Salzwasser raten die Experten ab. „Das ist tödlich. Das Wasser läuft auch in die Ecken der Scheibe. Dort verdunstet es und das Salz bleibt zurück. Daraus kann ganz schnell Rost entstehen“, erklärt Wilhelm weiter. Auch Spiritus in der Scheibenwischanlage schadet mehr als das es nützt. „Der Spiritus greift die Schläuche und die Dichtungen an“, erklärt Claus Horstmann. Nützlich dagegen sei etwas Spülmittel im Wischwasser: „Davon bleiben die Schläuche und auch die Gummis der Scheibenwischer geschmeidig“, sagt Wilfried Finkeldey.

Wagen laufen lassen

Zum Enteisen der Scheiben einfach den Wagen laufen lassen ist Umweltverschmutzung – das ist die einhellige Meinung aller Kfz-Leute. Nur Wagen mit einer Standheizung dürften aufgetaut werden. Auch eine Wärmflasche unter dem Armaturenbrett sei wenig hilfreich. „Die befreit ja nur einen kleinen Teil, der auch ganz schnell wieder gefrieren kann“, meint Wilhelm.

Abdeckfolie

Neben der Garage die wohl beste Lösung gegen Zufrieren der Scheiben, finden die Experten. Wichtig dabei ist aber, die Folie unter die Scheibenwischern zu legen. „Dann frieren die nicht auf der Scheibe ein und werden geschont“, erklärt Finkeldey.

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