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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Pflege: Durchs alte Heim weht ein frischer Wind

11.08.2012

RUHWARDEN Durch das Alten- und Pflegeheim Haus Ruhwarden weht ein frischer Wind: Hergen Bremer hat die Einrichtung zum 1. Juli als Pächter übernommen. Es ist die erste stationäre Einrichtung, die der 56-jährige Burhaver alleine betreibt.

Schon seit 2004 ist Bremer zusammen mit Dieter Lieken Inhaber eines Pflegezentrums mit 60 Plätzen in Rodenkirchen, und gemeinsam mit der Altenpflegerin Ute Lippa betreibt er in Blexen die Tagespflegestelle Haus Klönschnack.

Jetzt kann er auch seinen Butjadinger Kunden stationäre Betreuung anbieten. Das ist wichtig, weil nicht wenige Ältere eines Tages auf einen Heimplatz angewiesen sind. Und wenn Hergen Bremer ihnen keinen anbieten kann, verliert er diese Kunden. Aus demselben Grund hat er sich schon am Pflegezentrum in Rodenkirchen beteiligt. Allerdings will kaum ein Butjenter nach Rodenkirchen ins Heim.

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1889 errichtet

Der älteste Trakt des Hauses ist 1889 als Teil des Hotels Schild erbaut worden. Wilma Schild-Poenicke ist nach wie vor Eigentümerin. In den vergangenen Monaten war das Haus von einigen Heimleiter-Wechseln geprägt. Jetzt bringt Hergen Bremer Ruhe ins Haus – aber eben auch den nötigen frischen Wind.

Wilma Schild-Poenicke hat einiges in die Renovierung investiert. Teppichböden wurden durch PVC-Beläge ersetzt, die Wände frisch angestrichen. Und auch an der Aufteilung der Zimmer hat sich etwas geändert: Jetzt gibt es zwölf Einzelzimmer und nur noch neun Doppelzimmer. Sie sind nicht komplett belegt.

25 Mitarbeiter kümmern sich um die Bewohner. Hergen Bremer ist Heimleiter, Simone Zimmer Pflegedienstleiterin. Bremer ist froh, dass ihn Mitarbeiter aus Rodenkirchen bei der Übernahme des Hauses unterstützen: „Sonst hätte ich das wohl nicht gemacht.“

Zu den Helfern gehört auch Gerhard Kröger, der seit 17 Jahren im Qualitätsmanagement für Alten- und Pflegeheime tätig ist. Er kommt einmal im Monat nach Ruhwarden und schult die Mitarbeiter. Denn Hergen Bremer will, dass sein neues Haus beim nächsten unangemeldeten Besuch des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) eine möglichst gute Note bekommt.

Derzeit stellt er die betriebswirtschaftlichen Daten des Hauses zusammen, denn in wenigen Wochen beginnen die turnusmäßigen Verhandlungen mit den Krankenkassen über die Pflegesätze.

Hergen Bremer ist gelernter Krankenpfleger. Acht Jahre war er im damaligen Kreiskrankenhaus Nordenham tätig, ehe er sich 1988 mit seiner Häuslichen Kranken- und Altenpflege selbstständig machte. Damit gehört bei den privaten Pflegediensten zu den Pionieren in der nördlichen Wesermarsch.

125 Angestellte

Der Markt wuchs, die Einführung der Pflegeversicherung Mitte der 90er Jahre brachte einen großen Boom, berichtet Hergen Bremer. Damals beschäftigte er 30 Mitarbeiter in der häuslichen Kranken- und Altenpflege. Heute sind es 25. Dazu kommen die ebenfalls 25 Mitarbeiter im Haus Ruhwarden, 70 im Rodenkircher Pflegezentrum und 5 im Haus Klönschnack. Insgesamt hat Hergen Bremer jetzt 125 Angestellte. Koordiniert werden sie von seinem Büro an der Walther-Rathenau-Straße 155 in Nordenham. Dort ist der Burhaver ebenso täglich anzutreffen wie in Rodenkirchen – und jetzt auch Ruhwarden.

Die Kranken- und Altenpflege Hergen Bremer soll ein Familienunternehmen bleiben. Die Nachfolge sei gesichert, sagt der 56-jährige Inhaber, seine beiden Söhne Christian und Bernd sollen den Betrieb eines Tages übernehmen.

Christian Bremer (31) ist Krankenpfleger, ebenso seine Frau Annika. Beide sind in bei einem anderen Unternehmen tätig, um neue Erfahrungen zu sammeln.

Bernd Bremer (24) ist hat den Beruf Verwaltungskraft im ambulanten Dienst erlernt und arbeitet im Unternehmen seines Vaters. Neben seinem Beruf absolviert er beim Institut für Lernsysteme in Hamburg ein Fernstudium zum Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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