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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Wo jeder Piekser zählt

08.07.2019

Eckfleth Brötchen schmieren im Akkord: Auch das gehört dazu. In der Küche des Eckflether Kroogs sitzen Gunda Gloystein und Angela Matzke und verarbeiten mit ihren Mitstreiterinnen 150 Brötchen und Schwarzbrot, dazu gibt es gefüllte Eier. Die werden nebenan schon dringend erwartet.

Es ist 17 Uhr, an der Anmeldung für die Blutspende hat sich bereits eine Schlange gebildet. Horst Matzke ist zufrieden. Es läuft gut an. Der Pressewart der Freiwilligen Feuerwehr Bardenfleth weiß, wie wichtig die Spendetermine vor den Ferien sind. „Im Sommer kommen weniger Leute“, erzählt er. Dann werden die Blutkonserven knapp.

An der Untergrenze

13 000 der lebensrettenden Konserven liegen momentan im Zentrallager des DRK in Springe. „Das ist auch schon fast die Untergrenze“, erklärt Pressesprecher Markus Baulke. Weniger dürfen es nicht werden. Das Problem: Die Spenden sind nicht lange haltbar. „Blutplättchen halten sich vier Tage, rote Blutkörperchen 49 Tage. Die Krankenhäuser nehmen nur Spenden, die nicht älter sind als zwei Wochen.“

Das heißt, dass der Nachschub an frischen Blutkonserven dringend benötigt wird. „Wir haben täglich 44 Spendetermine“, erklärt Baulke. „Unsere Teams fahren mittags los zu den Blutspendeterminen. Nach den Terminen wird das Blut dann abends von uns abgeholt und zum Beispiel hier nach Springe gebracht.“ Dort hat das Deutsche Rote Kreuz dann 18 Stunden Zeit, die Spenden im Labor zu prüfen und zu verarbeiten. Das Blut wird dabei in drei Bestandteile aufgeteilt: die Blutplättchen, die Erythrozyten (rote Blutkörperchen) und das Blutplasma. Dann wird es beim DRK gelagert und kann abgerufen werden. „Die Krankenhäuser melden sich meist morgens und geben ihre Bestellungen durch. Wir haben 25 Verteilerteams, die die Kliniken anfahren“, so Baulke. Um den Lagerbestand in Springe auf dem benötigten Stand zu halten, braucht das DRK 2300 Spender am Tag. „Heute waren es 2005 Menschen“, sagt Baulke. 71 von ihnen kamen in den Eckflether Kroog, davon drei Erstspender.

Nur 15 Minuten

Dort wird auch Bernd Meiners zur Ader gelassen. Routiniert lässt er sich von Anna Mertens, DRK-Teamleiterin aus Rastede, Blut abnehmen. „Ich weiß, dass in der Urlaubszeit besonders viele Spenden gebraucht werden“, erklärt er. „Meine Motivation ist es, zu helfen. Und es ist ja wirklich nur ein kleiner Pieks.“ Ungefähr 15 Minuten lang wird er für seine Spende auf der Liege verbringen, vorher hat er extra noch zwei große Gläser Wasser getrunken. Und kann sich ja anschließend an den Brötchen und Eiern des Teams der Freiwilligen Feuerwehr stärken.

Der nächste Blutspendetermin ist am Dienstag, 27. August, im evangelischen Gemeindezentrum am Nicolaiplatz in Elsfleth. Blut kann in der Zeit von 15.30 bis 19.30 Uhr gespendet werden.


     www.drk-blutspende.de 
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Friederike Liebscher Berne/Lemwerder / Redaktion Brake
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