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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Funkertreffen In Butjadingen: Von Eckwarderhörne in die Antarktis

24.08.2020

Eckwarderhörne Die große weite Welt in einem kleinen Zelt in Eckwarderhörne: Am Wochenende hatte sich der Ortsverband Wesermarsch des Deutschen Amateur-Radio-Clubs (DARC) am Fuß des Leuchtturmes am Preußeneck eingerichtet.

Ihre Kurzwellen-Antennen hatten die Funkamateure für den besseren Empfang bis hoch zur zweiten Ebene der ehemaligen Signalanlage gespannt. Sie stellten zudem eine Schüssel auf, die über den vom Emirat Katar Anfang 2019 ins All geschossenen Satelliten Es’hail-2 sogar eine Direktverbindung bis hin zur deutschen Georg-von-Neumayer-3-Polar-Station in der Antarktis erlaubt. 36 000 Kilometer rauf und wieder 36 000 Kilometer runter. „Das geht hervorragend“, sagte Thomas Hillen. Denn über den Satelliten sei das Signal im Gegensatz zum Kurzwellenfunk durchweg stabil. Auch mit Indien und Brasilien habe er in der Nacht schon Kontakt gehabt. „Auf Englisch natürlich. Und just for fun“, erzählte er.

Zu Ehren der Seezeichen

Von null Uhr am Freitag bis in den Sonntag hinein begleiteten Thomas Hillen und seine Funkfreunde so das alljährliche internationale Leuchtturm- und Feuerschiff-Wochenende, bei dem es darum geht, weltweit aktive und außer Dienst gestellte Seezeichen wieder in Erinnerung zu rufen. Er ist Mitglied im DARC, einem Zusammenschluss von Funkamateuren.

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Funkamateure übrigens unterscheiden sich von Amateurfunkern maßgeblich: Sie müssen bei der Bundesnetzagentur eine staatliche Prüfung ablegen. Im Gegensatz zu den See- und Flugfunkdiensten haben die Funkamateure zwar keine sicherheitsrelevanten Aufgaben, doch sie sind laut Notfunkkonzept verpflichtet, in regionalen oder landesweiten Stresssituationen zu unterstützen. Dieser besondere Status erlaube einen Experimentierfunkdienst, erläuterte Manfred Baake: „Wir dürfen uns im Rahmen der vorgeschriebenen technischen Parameter unsere Anlagen selbst zusammenbauen.“ Manfred Baake ist Vorsitzender des 27 Mitglieder zählenden DARC-Ortsverbandes. Anders als Thomas Hillen hat er die Telegrafie zum Schwerpunkt seines Hobbys gemacht.

Russland und Madagaskar

Das Morsen sei zwar schon etwas nostalgisch, doch es habe gerade deshalb einen ganz besonderen Reiz und verlange einem viel ab. Dabei werde, so Manfred Baake, auf Englisch oder Deutsch kommuniziert. Die Sprache sei im Grunde aber nicht wirklich wichtig, denn es gebe viele internationale Kürzel, die das gesprochene Wort fast schon überflüssig machten. So hatte er in den letzten Stunden beispielsweise schon Kontakt gehabt mit Funkern in Japan, Russland, Litauen oder der Schweiz. Auch ein Signal aus Madagaskar empfing er, doch es gelang zunächst nicht, die Verbindung stabil aufzubauen. „Das ist im Kurzwellennetz so ein bisschen wie beim Angeln“, berichtete Manfred Baake.

Andere DARC-Mitglieder im Zelt am Preußeneck konzentrierten sich an dem Wochenende, das ganz im Zeichen der Völkerverständigung stand, auf digitale Betriebsarten oder auf sogenannte Hamnet-Verbindungen. Unter Hamnet versteht man ein von Funkamateuren selbst entwickeltes, europaweites Richtfunknetz, das Telefonie und das Versenden von E-Mails auch dann noch erlaubt, wenn das Internet einmal ausfallen sollte.

Das Leuchtturm- und Feuerschiffwochenende wird weltweit stets am dritten Augustwochenende ausgerichtet. Der DARC-Ortsverband Wesermarsch hatte sich in diesem Jahr zum inzwischen zweiten Male daran beteiligt.

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