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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Engagement: Ein Leben mit dem Stedinger TV

02.02.2013

Berne „Irgendwie bin ich da mal reingerutscht.“ Annika Ulbrich überlegt ein wenig, wann sie zum ersten Mal im Vorstand mitgearbeitet hat. Das war 2000, als die junge Frau den Posten der Jugendwartin übernahm. Die Entscheidung war damals folgerichtig. Sie hatte guten Kontakt zu den Jugendlichen und wollte deren Position im Vorstand vertreten. Genauso folgerichtig war jetzt ihre Entscheidung, nach dem recht kurzfristigen Rückzug von Markus Schnare, Vorsitzende des Stedinger TV Berne zu werden.

„Ich habe schon überlegt, ob ich mir das zumuten will“, gesteht sie. Zugetraut hat sie sich den Posten auf jeden Fall. Aber die Lehrerin an der Hauptschule am Luisenhof in Nordenham musste erst einmal für sich klären, ob dies zeitlich überhaupt zu schaffen ist. Mit vielen Menschen aus dem Freundeskreis und dem Verein habe sie geredet und dabei viel Zuspruch bekommen: „Und sie haben mir versprochen, dass sie mich unterstützen werden.“ Das gab wohl den letzten Ausschlag, dass sie sich in den Dienst des Vereins stellt, und die erste Frau an der Spitze des knapp 900 Mitglieder starken Vereins ist.

Aber irgendwie passt es auch zu der lebensfrohen und energischen 31-Jährigen, dass sie jetzt an des Spitze des Vereins steht, der ihr eine Herzensangelegenheit ist und mit dem sie eigentlich ihr Leben lang verbunden ist. „Beim Mutter-Kind-Turnen habe ich angefangen“, erinnert sie sich; Kinder- und Mädchenturnen folgten. Das Turnen blieb ihre Leidenschaft ebenso wie die Arbeit mit dem Trampolin. An diesem Gerät machte sie als 15-Jährige ihren ersten „Kleinen Übungsleiterschein“, erzählt sie mit einem gewissen Stolz. Mit 16 Jahren leitete sie eigenverantwortliche ihre erste Gruppe. Sie war Mitglied der Gerätturngruppe, aus der später die Showturngruppe des StTV entsprang, die jetzt ein Vorzeigeobjekt des Vereins ist.

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Dass Annika Ulbrich nicht nur gerne Sport treibt, sondern sich auch engagiert, wurde schon damals deutlich. Kontinuierlich bildete sie sich fort, machte mit gerade einmal 20 Jahren ihre Trainerlizenz im Trampolinturnen und betreute nicht nur hier Gruppen. „Aus dieser Arbeit heraus hat sich auch mein Berufswunsch entwickelt“, weiß sie, was ihr Engagement im Verein für sie persönlich für Folgen hatte.

Für die Bernerin ist der Verein so etwas wie ein zweites Zuhause. „Ich bin mit einer Clique im Verein groß geworden. Wir haben zusammen gefeiert, vieles zusammen gemacht, Fahrten organisiert und uns eingebracht“, erinnert sie sich. So war es eigentlich klar, dass sie im Vorstand auf den Platz des Zweiten Vorsitzenden wechselte, als 2005 Markus Schnare den Vorsitz übernahm. Damals musste sie schon einmal lieb gewonnene Dinge abgeben. „Es waren acht harmonische Jahre“, erinnert sie sich gerne an die Zeit zurück, in der Schnare das Gesicht des Vereins war und sie im Hintergrund arbeitete.

Das hat sich jetzt geändert. „Der Verein ist in einer schwierigen Lage“, sinniert sie und verliert kurzzeitig ihr Lachen. Sie meint damit die Arbeiten an der Fitness- und Bewegungshalle, die doch anstrengender und umfangreicher sind, als wohl erwartet worden war. „Ich stecke aber in den Themen drin, kenne die Gesprächspartner“, gibt sie sich sogleich wieder energisch, kämpferisch und tatendurstig. Möglichst zügig sollen die Bauarbeiten beendet werden, damit die Räumlichkeiten von den Vereinsmitgliedern genutzt werden können. „Das ist mein erstes Ziel für dieses Jahr“, stellt sie unmissverständlich fest.

Darüber aber vergisst die passionierte Sportlerin nicht den Alltagsbetrieb: „Die Aus- und Weiterbildung der Übungsleiter wird ebenso unterstützt wie die der Fitnesstrainer“, verspricht sie. Wohlwissend, dass gute Übungsleiter wichtig für den Betrieb im Verein sind. Das hat sie in den vielen Jahren, die sich im Stedinger TV Berne aktiv ist, erfahren.

Da hat sie auch die Gemeinschaft zu schätzen gelernt. Eine Gemeinschaft, die in der Endphase des Baus wieder einmal ihre Stärke beweisen muss. Anne Ulbrich ist optimistisch, dass dies klappt. „Die haben mir versprochen, zu helfen“, sagt die Vorsitzende, die irgendwann einmal „so in die Vorstandsarbeit reingerutscht ist“. Dass es bis an die Spitze des Stedinger TV gehen würde, hatte sie damals wohl nicht erwartet.

Fried-Michael Carl Berne/Lemwerder / Redaktion Elsfleth
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