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Frantz Massenat verlässt die Baskets
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Tschüss Oldenburg
Frantz Massenat verlässt die Baskets

NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Ein Leben ohne Elektronik verdeutlicht

27.04.2011

RODENKIRCHEN Bei aller Freude über das tolle Sommerwetter hatten die hohen Temperaturen für den Förderverein des Bronzezeithaus in Hartwarderwurp aber auch einen Nachteil: Weil der Boden knochentrocken war, musste bei dem die Saison 2011 eröffnenden Aktionstag am Ostersonntag auf den Bau eines Tippi-Zeltes verzichtet werden. Keine Zeltstange der Welt hätte den harten Boden neben dem rekonstruierten Lehmbau durchdringen können.

Anstatt dessen improvisierten die Organisatoren mit anderen Mitmachaktionen, die zur traditionellen Saisoneröffnung rund 120 Besucher zum Nachbau des Bronzezeithaus hinter der Hahnenknooper Mühle lockten. Unter ihnen waren sowohl Einheimische, die teilweise nach dem Brunch aus der Mühle herüberkamen, aber auch Touristen, die bei dem strahlenden Wetter eine Rast von ihrer Radtour einlegten.

„Das ist wirklich interessant und sehr schön gemacht, wie hier solch ältere Dinge erklärt werden“, fand ein Ehepaar aus Dedesdorf, das ihren Ostergästen aus Bremerhaven und Hamburg die Region zeigte. Ein Urlauber aus Hessen, der die Ostertage mit seiner Familie in Norderschwei verbrachte, meinte: „Hier lernt man noch, wie das alles ohne Elektronik funktionierte.“

Das ist eines der Ziele, die der Förderverein verfolgt: „Dass wir authentisch sind, das ist uns wichtig“, sagt Gästeführerin Bärbel Hinrichs. Die 55-Jährige betreute die Gäste am Sonntag gemeinsam mit ihren Mitstreitern Birgit den Dulk, Wilfried Sagkob, Herbert Deharde, Annegrete Hemken sowie der Weberin Martina Ressel, die den Kindern und Erwachsenen zeigte, wie man früher einen Webstuhl herstellte.

Birgit den Dulk kümmerte sich währenddessen um das Zubereiten von Brotlaiben, die Herbert Sagkob aus dem Ofen holte, ehe er den Zuschauern an der offenen Feuerstelle eine frische Suppe kochte. Dazu verwendete er Gemüsesorten, die einige Kinder während ihres Besuchs am Bronzezeithaus schnippelten, sowie eigens gepflückte Pflanzen, die auf dem Gelände des altertümlichen Baus wachsen. „Guck mal hier, Myrrhe“, rief er Bärbel Hinrichs zu, „die kommt gleich mit in die Suppe.“ Herbert Deharde kümmerte sich derweil im Stundentakt darum, dass die Gäste bei einer Führung auch das Geschichtliche zum Bronzezeithaus kennen lernten.

Als Bärbel Hinrichs die Suppe probierte, musste sie dann doch noch eine Einschränkung hinsichtlich der Eigenart machen, keine neuzeitlichen Geräte und Hilfen zu verwenden: „Eigentlich wird hier alles mit der Hand gemacht – außer diese Plastikschalen, in die wir die Suppe fühlen.“ Die Gäste werden ihr diesen kleinen Fauxpas nicht übel nehmen.

Geöffnet ist das Bronzezeithaus bis Oktober an den Sonn- und Feiertagen jeweils von 11 bis 17 Uhr. Gästeführungen für Gruppen sind jederzeit auf Anfrage (Telefon 04732/921292) möglich. 

Weitere Veranstaltungen sind in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen geplant. So wird Ingo Eichfeld vom Niedersächsischen Institut für historische Küstenforschung in Wilhelmshaven am Freitag, 27. Mai, ab 19 Uhr mit Lichtbildern über „Wurten, Watt und wildes Meer“ referieren. Am Donnerstag, 11. August, startet um 20 Uhr eine Fledermaus-Exkursion mit Franz-Otto Müller. Kreisvorsitzender des Naturschutzbundes, in die Umgebung des Bronzezeithauses. Am Sonntag, 21. August, gibt es von 11 bis 17 Uhr einen weiteren Aktionstag auf dem Areal des Bronzezeithauses. Für den 18. September ist von 11 bis 17 Uhr ein Stauden- und Herbstmarkt geplant.

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