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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Ein weiterer Schritt in Richtung Rückbau

12.09.2015

Kleinensiel Der Rückbau des Kernkraftwerks Unterweser (KKU) kommt Schritt für Schritt näher. Jetzt legt das niedersächsische Umweltministerium die Anträge und Unterlagen des KKU-Betreibers Eon für Bau und Betrieb des Zwischenlagers für schwach- und mittelradioaktive Abfälle öffentlich aus.

Alle Interessierten können die umfangreichen Unterlagen vom 1. Oktober bis zum 30. November einsehen – unter anderem

->  im Rathaus Rodenkirchen, Am Markt 1, Zimmer 24,

-> im Rathaus Nordenham, Walther-Rathenau-Straße 25, Zimmer 77,

->  im Kreishaus in Brake, Poggenburger Straße 15, Zimmer 405,

sowie in den Rathäusern der Gemeinden Loxstedt und Hagen im Bremischen (beide Landkreis Cuxhaven). Auch im Umweltministerium in Hannover werden die Unterlagen ausgelegt.

3400 Tonnen

Wie berichtet, soll das Zwischenlager die radioaktiv belasteten Baustoffe aufnehmen, die beim Rückbau anfallen und nicht auf andere Deponien gebracht werden können. Dabei handelt es sich an Angaben von Eon um 3400 Tonnen. Insgesamt rechnet das Unternehmen mit 675 000 Tonnen Abraum aus dem 2011 abgeschalteten Kraftwerk.

Das Zwischenlager trägt offiziell den Titel Lager Unterweser für radioaktive Abfälle – kurz Luna. Hier soll der Abfall bleiben, bis ein Endlager bereitsteht. Vorgesehen ist der Schacht Konrad bei Salzgitter, der aber nicht vor 2022 zur Verfügung stehen wird.

Ausgelegt werden Zeichnungen, Bau- und Betriebsbeschreibungen sowie eine umfangreiche Umweltverträglichkeitsprüfung.  Wie berichtet, ist der Landkreis für die Baugenehmigung zuständig und das Umweltministerium für den Umgang mit den radioaktiven Stoffen.

Die Einwendungen werden anschließend in einem Erörterungstermin besprochen, für den es noch kein Datum gibt. Als Veranstaltungsort ist die Markthalle Rodenkirchen vorgesehen.

Mit Brennelementen

Für die Stilllegung und den Abbau des KKU hat Eon einen separaten Antrag gestellt, der zusammen mit den Unterlagen auch separat ausgelegt wird. Das Unternehmen hat seinen Antrag vom 20. Dezember 2013 dahingehend erweitert, dass der Abbau beginnen soll, bevor alle Brennelemente mit Castor-Behältern in das bereits bestehende Zwischenlager am Kraftwerk transportiert worden sind.

Denn nur so kann das Unternehmen den für 2017 angepeilten Beginn des Rückbaus einhalten. Wie die Eon-Sprecherin Almut Zyweck auf Anfrage der NWZ  mitteilt, sollen zunächst nicht radioaktiv belastete Anlagen abgebaut werden. Für den Abraum werde kein Zwischenlager gebraucht, der Schutt könne auf dem Kraftwerksgelände gelagert werden.

10 bis 15 Jahre

„Wir werden mit dem Rückbau beginnen, sobald uns die Genehmigung hierfür erteilt wurde“, kündigt Almut Zyweck an. „Wir rechnen derzeit mit der Erteilung im Jahr 2017 und mit einer Rückbaudauer von mindestens zehn Jahren.“ Kraftwerkleiter Gerd Reinstrom hatte die Dauer des Rückbaus im Frühjahr auf 12 Jahre geschätzt, der Betriebsrat des KKU rechnete Anfang der Woche mit 15 Jahren (die NWZ  berichtete jeweils).

Schon für Anfang 2016 rechnet Eon mit der Genehmigung für den Rückbau des Kraftwerks Isar I in Bayern, sagt Almut Zyweck weiter. Die Erfahrungen, die Eon dort machen werde, könne es auch in Kleinensiel anwenden.

Henning Bielefeld
Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham
Redaktion Nordenham
Tel:
04731 9988 2203

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