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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Energie: „Eine Kulturlandschaft wird zerstört“

02.07.2014

Brake Wenn Benno Walczyk aus seinem Haus heraustritt, dann schaut er auf die Windenergieanlage des OOWV in Golzwarden. Schaut er nach links, dann sieht er die Anlagen des Windparks Rodenkircherwurp. Und wenn es nach dem Willen der Stadt Brake geht, dann kann der 59-Jährige bald noch auf weitere Anlagen blicken, wenn er hinter sein Haus geht. Denn die Fläche südlich des Schmalenfle-ther Sieltiefs, die an die Gemeinde Ovelgönne grenzt, ist als eine von zwei möglichen im Stadtgebiet für den Bau von weiteren Windenergieanlagen vorgesehen (die NWZ  berichtete).

Die bestehenden Anlagen, beteuert Benno Walczyk, würden ihn nicht stören. Die seien nicht so groß und weit genug entfernt. Aber wenn tatsächlich auf der vorgesehenen Fläche 200 Meter große Anlagen gebaut werden, was heute Stand der Technik ist, dann würde damit die einzigartige Kulturlandschaft Golzwarderwurp zerstört – und die Silhouette der Kreisstadt nachhaltig verändert.

„Golzwarderwurp und Schmalenfletherwurp sind planmäßig angelegte bäuerliche Ansiedlungen, deren Besiedelung bereits Mitte des 17. Jahrhunderts abgeschlossen war“, erklärt Walczyk. Sie würden daher „beispielhaft für die Besiedlungsgeschichte der nördlichen Wesermarsch stehen“. Würden die Anlagen gebaut, dann würde für künftige Generationen „von der Besiedlungsgeschichte nur noch ein Windbauer und ein Milchbauer übrigbleiben“.

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In der Planung der Stadt vermisst Benno Walczyk zudem die Abwägung des öffentliches Belanges „Denkmalschutz“. Der Ingenieur wohnt mit seiner Lebensgefährtin auf der Hofanlage Rüdebusch, auf der, wie berichtet, der „Mordstein“ steht, der 1651 als Hinweis auf ein Verbrechen aufgestellt worden ist. „Das geschützte Ensemble hat kulturhistorische, geschichtliche und als straßenbildprägende historische Hofanlage Bedeutung, nicht nur für Brake und die Wesermarsch.“ Walczyk hat deshalb das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege in Hannover um Stellungnahme zu den Windpark-Plänen gebeten. Eine Antwort steht noch aus.

Bis auf zwei sind laut Benno Walczyk auch die weiteren Bewohner Golzwarderwurps gegen die Windpark-Pläne. Dirk Freels hat in deren Namen der Stadt geschrieben. Er bemängelt etwa, dass für Golzwarderwurp als Außenbereich eine andere Abstandsregelung gilt als für geschlossene Ortschaften. Und anders als die Planer ausgeführt hätten, würden im fraglichen Gebiet sehr wohl seltene Fledermausarten sowie Brut-, Rast- und Zugvögel vorkommen.

Die Anwohner kündigen notfalls rechtliche Schritte an, denn ihnen sind schon Pläne bekannt, nach denen (mindestens) drei große Anlagen gebaut werden sollen.

Torsten Wewer Elsfleth / Redaktion Brake
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