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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Aktion: Einige Hürden vor der Bescherung

07.01.2017

Elsfleth Ganz schön nervenaufreibend verlief 2016 die Aktion „Leuchtende Kinderaugen“, von Doris Möhring und Waltraud Ralle-Klein. Die beiden stecken in jedem Jahr viel Freizeit in die Aktion, um Kindern aus bedürftigen Familien, bei denen ansonsten vielleicht gar kein Weihnachtsgeschenk unter dem Baum liegen würde, doch noch eine schöne Bescherung zu ermöglichen.

Dass die Aktion mit viel Aufwand verbunden ist, wissen sie natürlich. Aber Weihnachten 2016 standen sie vor ungeahnten Herausforderungen. Die Raiffeisenbank in Eckfleth ist nach dem Brand Ende 2015 nur noch mit einer „Notfiliale“ vertreten. Die Bäume mit den Wunschkarten standen dieses Mal in der LzO Filiale in Elsfleth und in der Raiffeisenbank Wesermarsch-Süd in Großenmeer.

In Großenmeer wurden nur zehn Karten vom Baum abgenommen. „Großenmeer ist eben nicht Moorriem“, sagt Möhring. „Wenn sie zur Bank gehen, nehmen die Leute schon mal eine Karte mit. Aber die fahren nicht extra nach Großenmeer, um Karten zu holen“, versucht Möhring die niedrige Resonanz dort zu erklären. Dennoch sprechen die beiden den Banken ihren ausdrücklichen Dank aus. „Wenn die nicht mitspielen, dann geht gar nichts.“

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Insgesamt 154 Karten hatten Möhring und Ralle-Klein auf die Bäume verteilt. 92 Karten wurden abgenommen. Das ist schon eine ganze Menge. Doch es blieben 62 Geschenke, die die beiden Frauen selbst besorgen mussten. Das drohte den finanziellen Rahmen der Aktion zu sprengen. „Wir hatten Gott sei Dank aus dem letzten Jahr noch ein finanzielles Polster, sonst hätten wir die Geschenke gar nicht alle besorgen können“, sagt Ralle-Klein.

Nachdem Möhring die verbliebenen Karten vom Baum gepflückt hatte, fuhr sie mit ihrem Mann Diedrich nach Oldenburg. Dort schnappte sie sich in einem Geschäft eine Verkäuferin und zeigte ihr die Karten. „Ich hab gesagt, ich brauche sie für eine Stunde. Das hier sind alles Wünsche und die müssen erfüllt werden!“

Beim Vergleichen der Liste mit den eingegangenen und von ihnen gekauften Geschenke folgte dann der nächste Schock. Sechs Karten fehlten, für die keine Geschenke abgegeben worden waren. Also setzten sich Möhring und ihr Mann vor den Computer und bestellten nach. „Natürlich haben die Familien keinen Rechtsanspruch auf ein Geschenk, es ist eine Aktion, in die wir beide viel Freizeit investieren“, sagt Ralle-Klein. Dennoch wollten sie nicht zulassen, dass sie Familien ohne ein Paket nach Hause schicken müssen. Die Ausgabe fand am 4. Advent im ehemaligen Geschäft von Freeden statt. „Wir danken den von Freedens, dass wir den Laden wieder nutzen durften. So viele Geschenke können wir gar nicht verteilen“, waren sich die Frauen einig.

Doch dort standen sie vor der nächsten Hürde. Die Päckchen waren alphabetisch sortiert, um die Ausgabe zu erleichtern. Da unter den Familien einige Flüchtlingsfamilien waren, war die Einordnung nicht leicht. „Wir wussten oft nicht, was der Vor- und was der Nachname war“, erzählt Ralle-Klein. Eine große Hilfe war ihnen Zeina Issa Samara aus dem Libanon. „Sie hat gemerkt, dass wir Schwierigkeiten mit den Namen haben und hat sofort unterstützt und bei den Familien übersetzt“, lobt Ralle-Klein.

Es sei schon stressig gewesen, sagt sie. „Aber letztendlich haben wir alles hingekriegt“, freut sie sich. Die Lust an der Aktion verdorben haben die Schwierigkeiten den beiden Frauen nicht, versichern sie. Immerhin haben 92 Elsflether mit ihrem Engagement gezeigt, dass sie die Aktion und damit bedürftige Familien unterstützen möchten.

Merle Ullrich Brake / Redaktion Brake
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