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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Kleine Bastion gegen den Konsumwahn

22.10.2019

Einswarden Das Thema Nachhaltigkeit ist heute in aller Munde. Das war vor 15 Jahren noch nicht der Fall, als in Einswarden ein Second-Hand-Laden mit Mode aus zweiter Hand und gebrauchten Haushaltswaren eröffnet wurde. Ehrenamtliche Frauen haben die Einrichtung vorangetrieben. Ohne ihre Mitarbeit ginge es nicht, betonte Andrea Franke vom Diakonischen Werk jetzt bei einer Feiern zum Geburtstag der Einrichtung.

Second Design

in Einswarden ist montags von 14 bis 16 Uhr, dienstags, mittwochs und donnerstags von 9 bis 11.30 Uhr und freitags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Ausschließlich zur Warenannahme stehen die Mitarbeiterinnen montags von 10 bis 12 Uhr und mittwochs von 15 bis 17 Uhr zur Verfügung.

Die Ehrenamtlichen, Vertreter des Diakonischen Werkes sowie weitere Ehrengästen blickten gemeinsam auf die 15-jährige Erfolgsgeschichte zurück. „Der Laden mit Kleidung aus zweiter Hand steuert dem heutigen Konsumwahn entgegen, immer etwas Neues zu kaufen“, betonte Anke Claßen, Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde Blexen. Sie gab ebenfalls zu bedenken, dass die Herstellung der Kleidung in den von Armut betroffenen Ländern oft mit sozialen Problemen verbunden sei. Neben den oft schlechten Arbeitsbedingungen sei auch eine große Belastung der Umwelt durch viel Wasserverbrauch zu beklagen. Anke Claßen hob hervor, dass bei Second Design jeder herzlich willkommen sei. Außerdem lobte sie die Freundlichkeit der Mitarbeiter, die für jeden Kunden ein offenes Ohr hätten.

Inzwischen kommen die Kunden aus der ganzen Wesermarsch. Und nicht nur, um etwas zu kaufen, sondern auch um Ware zu spenden. Die Auswahl kann sich inzwischen mit der eines Fachgeschäftes messen.

Der stellvertretende Bürgermeister Ulf Riegel erinnerte an die Anfänge, als vor 15 Jahren der Second-Hand-Laden gegründet wurde: „Es war die letzte Geschäftsneueröffnung in Einswarden“, sagte er. Mit dem Aufkommen der großen Supermärkte habe sich das Konsumverhalten geändert, mit drastischen Auswirkungen auf die Geschäftswelt in kleinen Städten und in den Dörfern. „Der Second-Hand-Laden bringt auch ein Stück soziales Leben nach Einswarden“, bekräftigte Ulf Riegel „und das war von den Initiatoren auch so gewollt.“ Das Geschäft ist aus dem Förderprogramm Soziale Stadt hervorgegangen. Der damalige Quartiersmanager Jörg Sieländer war bei der Feierstunden ebenfalls vor Ort.

Der Pfarrer im Ruhestand, Frank Klimmeck, erinnerte daran, dass der Schnäppchenmarkt auch von der Hofmann-Stiftung finanziell unterstützt wurde. „Hier ist das Geld sinnvoll und nachhaltig angelegt“, bekräftigte er.

Dass Second Design ein Ort ist, der zum Verweilen einlädt, weil Klönschnack und Kaffee für die Ehrenamtlichen einfach dazugehören, bestätigte auch die Geschäftsführerin des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis Wesermarsch, Karin Schelling-Carstens. „Es läuft super“, bekräftigte Andrea Franke, die beim Diakonischen Werk für die Betreuung der Ehrenamtlichen zuständig ist. Die Diakonie ist Trägerin des Ladens, der seit fünf Jahren sein Zuhause in der der ehemaligen LzO-Geschäftsstelle an der Heiligenwiehmstraße 14 hat.

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