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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Flugzeugbau In Nordenham: „Finger weg“ von den Jobs bei Premium Aerotec

19.02.2020

Einswarden Der drohende Abbau von 1461 Arbeitsplätzen bei der Premium Aerotec GmbH (PAG) sorgt auch am Standort Nordenham für große Verunsicherung. Noch ist zwar nicht bekannt, wie viele Stellen in dem Werk betroffen sein könnten, aber der Protest nimmt bereits Formen an. Unterstützung bekommt der Betriebsrat aus der Politik.

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Jetzt hat sich der CDU-Landtagsabgeordnete Björn Thümler aus Berne, der als Wissenschaftsminister der niedersächsischen Landesregierung angehört, mit Arbeitnehmervertretern getroffen. Er machte bei der Zusammenkunft deutlich, dass es seiner Meinung nach keine Argumente für den Abbau von Stellen oder eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen gibt. „Also, Finger weg!“, sagte der CDU-Politiker.

Die Eckpunkte des Sparprogramms

Einsparungen in Höhe von 481 Millionen Euro.

Steigerung des operativen Ergebnisses auf bis zu 10 Prozent.

Abbau von mindestens 1461 Stellen an den Standorten in Augsburg, Nordenham, Varel und Bremen.

Senkung der Leistungszulagen beziehungsweise weiterer Zulagen.

Geringere Eingruppierungen oder Abschaffung von Schichtzuschlägen und Krankengeldzuschüssen. Unbezahlte Verlängerung der tariflichen Arbeitszeit.

An dem etwa zweistündigen Gespräch mit Björn Thümler nahmen Betriebsratsvorsitzender Michael Eilers, dessen Stellvertreterin Petra Deters und Ralf Bremer als Leiter der IG-Metall-Vertrauensleute am PAG-Standort Nordenham teil. Sie tauschten sich über das „Be Ready“-Restrukturierungsprogramm aus, das die Konzernspitze bis 2023 durchsetzen will.

Stabile Auftragslage

Die Belegschaftsvertreter machten deutlich, dass die Auftragslage weiterhin stabil sei. In unternehmensinternen Prognosen werde von rund 40 000 Flugzeugen ausgegangen, die in den kommenden 20 Jahren gebaut würden. „Wir in Nordenham wollen dabei sein“, sagte Betriebsratsvorsitzender Michael Eilers. Der Markt bleibe ein Wachstumsgeschäft mit einem klaren Plus, bekräftigte Ralf Bremer.

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Die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Luftfahrtstandortes Deutschland und des PAG-Werkes in Nordenham sei nur durch gut qualifiziertes, hoch motiviertes Personal zu halten. Das betonte Björn Thümler. Daher dürfe es keine Abstriche bei den Lohn- und Sozialleistungsstandards geben, von denen auch der Einzelhandel, die Gastronomie und andere Wirtschaftsbranchen in der Region erheblich profitieren würden.

Björn Thümler und die Belegschaftsvertreter waren sich einig, dass zukunftsfähige Standort- und Personalkonzepte erforderlich seien. So müsse das Werk zum Beispiel in die Airbus-Planungen für umweltfreundlich und autonom fliegende Flugzeuge einbezogen werden, forderte Petra Deters.

Thema Klimaschutz

„Klimaschutz und hochwertige Industriearbeitsplätze passen durchaus zusammen“, sagte Björn Thümler. Er wolle umgehend prüfen, inwieweit PAG in Nordenham von Forschungsprojekten in Niedersachsen profitieren könne. Zudem kündigte er an, sich mit Wirtschaftsminister Bernd Althusmann über die Potenziale des Nordenhamer Werkes auszutauschen.

Betriebsratsvorsitzender Michael Eilers bedankte sich, dass Björn Thümler den Beschäftigten zur Seite stehe und er frühzeitig zur Solidarität aufgerufen habe. Am Standort Nordenham sind rund 3000 Mitarbeiter tätig. Insgesamt hat das Unternehmen etwa 9000 Beschäftigte.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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