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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Einswarder hoffen auf zweite Chance für ihren Stadtteil

12.05.2018

Einswarden Nach dem mäßigen Erfolg des mehrjährigen Sanierungsprogramms Soziale Stadt, das 2012 ausgelaufen war und rund 7 Millionen Euro gekostet hatte, hoffen die Einswarder jetzt auf ein weiteres Hilfspaket. „Einswarden hat eine zweite Chance verdient“, sagt die SPD-Ratsfrau Claudia Freese, die selbst in dem Stadtteil wohnt.

Diese zweite Chance soll das von Bund und Land finanzierte Förderprogramm Stadtumbau West eröffnen. Dafür will die Stadt Nordenham fristgerecht zum 1. Juni einen Antrag einreichen. Mit den vorbereitenden Untersuchungen wurde Gerhard Kohle beauftragt, der sich aufgrund seiner Tätigkeit als Soziale-Stadt-Projektleiter mit Einswarden gut auskennt. Einen Zwischenbericht über das Antragsverfahren hat der Diplom-Ökonom aus Bremen jetzt in einer Sitzung des Bauausschusses vorgestellt.

1,2 Millionen Euro

Laut Gerhard Kohle beträgt das Fördervolumen 1,2 Millionen Euro mit einer Laufzeit von drei Jahren. Unter der Voraussetzung, dass die Förderstelle die finanzielle Notlage der Stadt Nordenham in den vergangenen Jahren berücksichtigt, müsste sie nur 10 Prozent der Summe selbst aufbringen. Ansonsten würde sich ihr Eigenanteil auf 30 Prozent belaufen.

Folgende städtische und private Vorhaben in dem noch festzulegenden Sanierungsgebiet sind über den Stadtumbau West förderfähig: Verbesserung des öffentlichen Raumes, des Wohnumfeldes und der privaten Freiflächen
 Anpassung der städtischen Infrastruktur einschließlich der Grundversorgung
 Aufwertung und Umbau des Gebäudebestandes
 Rückbau leerstehender, dauerhaft nicht mehr benötigter Gebäude oder Gebäudeteile und der dazugehörenden Infrastruktur Wieder- und Zwischennutzung freigelegter Flächen

Ein besonderer Vorteil des Programms Stadtumbau West besteht nach Gerhard Kohles Angaben darin, dass es die Möglichkeit bietet, noch weitere Zuschüsse aus anderen Fördertöpfen des Landes Niedersachsen zu bekommen. Dazu könnten zum Beispiel Zuwendungen für die Modernisierung und Schaffung von Mietwohnraum gehören.

Für die vorbereitenden Untersuchungen im Zuge des Antragsverfahrens ist laut Gerhard Kohle ein umfassendes Datenmaterial erforderlich. „Zum großen Teil liegen schon Zahlen vor“, sagt er. Unter anderem sei bereits der „beeindruckende“ Anteil der Einwohner mit ausländischen Wurzeln statistisch erfasst. Er beläuft sich im gesamten Nordenhamer Stadtgebiet auf 8,6 Prozent, in Einswarden auf 16,2 Prozent und in dem ins Auge gefassten Sanierungsbereich auf 35 Prozent.

Um eine Bestandsanalyse zur Sozialstruktur ausarbeiten zu können, ist es notwendig, Gespräche mit vielen Organisationen, Behörden und Vereinen zu führen. Mit Vertretern der städtischen Jugend- und Sozialarbeit, des Kinderschutzbundes, der Grundschule und des Kindergartens sowie mit der Gleichstellungsbeauftragten Karin Windheim-Czichon hat sich Gerhard Kohle bereits getroffen.

In den Gesprächen hat sich nach seinen Angaben bestätigt, dass „dringend eine Entwicklungsumkehr im Stadtteil einsetzen muss“. Er verweist in dem Zusammenhang auf einen stark angestiegenen Anteil der Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Diese Gruppe sei mittlerweile bei den Angeboten im Einswarder Kinder- und Jugendhaus in der Mehrheit. Problematisch sei dabei, dass es immer schwieriger werde, pädagogisches Personal zu finden.

Verstärkte Mediensucht

Hinzu kämen eine verstärkte Mediensucht bei den Kindern, ein Mangel an Aufenthaltsmöglichkeiten für junge Leute und der Trend, dass viele Eltern „die Verantwortung für ihre Kinder immer früher abgeben“. Auch die konkurrierenden Angebote der Koranschule in Einswarden machen der städtischen Jugendarbeit und dem Kinderschutzbund nach Gerhard Kohles Angaben zu schaffen.

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Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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