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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Adios Schrotthäuser und Marktplatz

17.01.2019

Einswarden Die Tage des Einswarder Marktplatzes scheinen gezählt zu sein. Weil die gepflasterte Fläche zwischen Niedersachsenstraße und Friesenstraße ihre eigentliche Funktion als Treffpunkt und Veranstaltungsgelände nicht erfüllt, steht sie jetzt auf der Streichliste. Die Stadt Nordenham will den Einswarder Marktplatz aufgeben, um dort ein Baugrundstück für Mehrfamilienhäuser zu schaffen. Dieses Vorhaben gehört zu den Projekten, die im Zuge des Sanierungsprogramms Stadtumbau West angedacht sind. Zudem ist beabsichtigt, an der Niedersachsenstraße sechs mehrstöckige Wohnblockruinen und ein einsturzgefährdetes Privathaus abreißen zu lassen. Für die dann freien Flächen hat die Stadt eine öffentliche Nutzung vorgesehen.

Stadtumbau West

ist ein Förderprogramm von Bundesregierung und Landesregierung, die gemeinsam zwei Drittel der Kosten tragen. Für die beantragten Fördermaßnahmen in Einswarden sind 1,2 Millionen Euro vorgesehen, so dass sich der Eigenanteil der Stadt Nordenham auf 400 000 Euro beläuft. Ziel ist eine Verbesserung der Sozialstruktur. Die Projekte sollen in den Jahren 2019 bis 2021 umgesetzt werden.

Unter der Voraussetzung, dass die Landesregierung dem Förderantrag zustimmt, stehen bald 1,2 Millionen Euro für die Aufwertung des Stadtteils Einswarden zur Verfügung. Schwerpunkt der geplanten Sanierungsmaßnahmen mit Zuschüssen von Bund und Land ist die Beseitigung von Schrottimmobilien, die das Ortsbild verschandeln und sich negativ auf die Sozialstruktur auswirken.

Ein städtebauliches Entwicklungskonzept mit Vorschlägen für die Verwendung der 1,2 Millionen Euro haben Baudezernentin Ellen Köncke und Stadtplaner Tim Lorenz am Dienstag bei einem Informationsabend im Mehrzweckhaus vor rund 60 Bürgern präsentiert. Auch Gerhard Kohle, der einst das Sanierungsprogramm Soziale Stadt in Einswarden betreut hatte und nun in beratender Funktion die Stadt Nordenham bei dem neuen Förderprogramm begleitet, war als Ansprechpartner vor Ort.

Ellen Köncke machte deutlich, dass die 2012 abgeschlossenen Soziale-Stadt-Maßnahmen ein „guter Ansatz“ gewesen seien. Rund sieben Millionen Euro waren dabei in den Stadtteil geflossen. Jetzt sollen weitere Vorhaben mit Initialwirkung folgen, um den Stadtteil nach vorne zu bringen und ihm zu einem besseren Image zu verhelfen. Die öffentlichen Maßnahmen zielen in erster Linie auf die Sozialstrukturen.

In der etwa anderthalbstündigen Informationsveranstaltung nutzten die Bürger die Gelegenheit, sich mit Fragen und Anregungen einzubringen. Die von der Stadtverwaltung vorgestellten Projekte stießen grundsätzlich auf Zustimmung. Allerdings betonten mehrere Einswarder, dass es bei einer Bebauung des Marktplatzes dringend erforderlich sei, an anderer Stelle neue Parkplätze zu schaffen.


Die maroden Mietshäuser an der Niedersachsenstraße 52 bis 62 gehören der Immobiliengesellschaft Nordwohnen. Es wird eine Vereinbarung angestrebt, nach der die Stadt Nordenham den Abriss der sechs Gebäude bezuschusst und im Gegenzug die freigeräumten Grundstücke übertragen bekommt. Auf dem etwa 4500 Quadratmeter großen Areal will die Stadt eine „urbane Funktionsfläche“ schaffen. Damit ist ein befestigter Platz gemeint, auf dem sich zum Beispiel ein Café, ein Kiosk, eine Bäckerei, eine Tagesbetreuung oder andere Dienstleistungsbetriebe niederlassen können. „So entsteht ein neuer Mittelpunkt in Einswarden“, sagte Stadtplaner Tim Lorenz.

 Nach der Aufgabe des Marktplatzessteht dort ein etwa 2500 Quadratmeter großes Baugrundstück zur Verfügung. Die Herrichtung des Geländes könnte mit den Städtebaufördermitteln finanziert werden. Tim Lorenz schlägt eine Bebauung mit vier schräg angeordneten Gebäuden vor. Dabei denkt er an moderne Wohnformen mit Gemeinschaftsanlagen.


 Bereits seit vielen Jahren ist das verwahrloste Gebäude an der EckeNiedersachsenstraße/Heiligenwiehmstraße ein Problemfall in Einswarden. Nun hat die Stadt Nordenham die Möglichkeit, die Immobilie zu erwerben und abreißen zu lassen. Anschließend soll dort mit dem Geld aus dem Förderprogramm eine für die Öffentlichkeit zugängliche Fläche mit Sitzbänken und Lichtstelen angelegt werden.

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Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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