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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Reinigungskräfte streiken in Einswarden

11.10.2019

Einswarden Der bundesweite Tarifkonflikt in der Reinigungsbranche spitzt sich nach Angaben der Industriegewerkschaft Bauen, Agrar, Umwelt zu und hat jetzt auch Nordenham erreicht. An einem Warnstreik am Donnerstagmorgen vor dem Werktor des Flugzeugteile-Herstellers Premium Aerotec in Einswarden haben sich nach Gewerkschaftsangaben 31 Beschäftigte und damit die gesamte Reinigungs-Frühschicht beteiligt.

Die Gewerkschaft hat damit erstmals Nordenham und den Landkreis Wesermarsch in die bundesweiten Warnstreiks einbezogen. Mit ihrem Ausstand wollen Streikende der Reinigungsfirma Klüh Cleaning GmbH den Druck auf die Arbeitgeber in der laufenden Tarifrunde erhöhen.

Nach Angaben von IG Bauen-Regionalleiter Christian Wechselbaum sind im Einswarder Werk von Premium Aerotec insgesamt etwa 50 Reinigungskräfte beschäftigt. Die Gewerkschaft hatte zuvor mit einer Beteiligung von 20 bis 30 an dem Warnstreik gerechnet. Dass sich am Warnstreik in der Zeit von etwa 5.30 bis 8 Uhr tatsächlich 31 Reinigungskräfte beteiligt haben, kommentiert Christian Wechselbaum im Gespräch mit der NWZ so: „Unsere optimistischen Hoffnungen sind übertroffen worden.“

Insgesamt waren es sogar etwa 50 Personen, die vor dem Werktor demonstriert haben. Denn drei Beschäftigte einer anderen Reinigungsfirma sowie Mitarbeiter von Premium Aerotec überbrachten solidarische Grüße.

Plant die Gewerkschaft weitere Aktionen in der Wesermarsch? Diese Frage beantwortet Christian Wechselbaum so: „Wir planen weitere Aktionen, eventuell auch in der Wesermarsch – welche und wo, das können wir noch nicht sagen.“

Der Schwerpunkt neuer bundesweiter Warnstreiks liegt an diesem Donnerstag nach Gewerkschaftsangaben auf Industriestandorte. Betroffen sind unter anderem die VW-Werke Wolfsburg und Baunatal (Hessen), BMW (Dingolfing) und Thyssenkrupp (Duisburg).

Zu Streiks kommt es auch am Bayer-Standort in Berlin, an den Siemens-Standorten Karlsruhe und Rastatt, beim Glashersteller Schott (Mainz) und dem Pharmaunternehmen Salutas (Magdeburg).

Aufgerufen zum Streik hat die Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG Bauen. Grund sind festgefahrene Verhandlungen über einen Rahmentarifvertrag im Gebäudereiniger-Handwerk.

Dabei geht es um Urlaubstage, Zeitzuschläge, Weihnachtsgeld und auch um Zeitzuschläge für Teilzeitkräfte. Sechs Verhandlungsrunden zwischen der IG Bauen und den Arbeitgebern sind schon gescheitert.

Es geht um den Rahmentarifvertrag für bundesweit rund 650 000 Beschäftigte. Ein großer Knackpunkt ist die Einführung von Weihnachtsgeld.

Zeitzuschläge für Teilzeitbeschäftigte waren ausschlaggebend für die Kündigung des Rahmentarifvertrages durch die Arbeitgeber. Seit August herrscht in der Branche ein tarifloser Zustand.

Die sechste Verhandlungsrunde am 30. September endete ergebnislos. Von den Arbeitgebern gab es keinen neuen Verhandlungstermin. „Zu den Zielen der Warnstreiks gehört, die Arbeitgeber wieder an den Verhandlungstisch zu bringen“, so IG Bauen-Regionalleiter Christian Wechselbaum gegenüber der NWZ.

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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