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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Oldenburgische Landesbank: Doppelter Abschied in Ellwürden

09.06.2020

Ellwürden Für Peter Jedebrock ist der 17. Juni ein ganz besonderer Tag. An dem Mittwoch sucht er zum letzten Mal seinen Arbeitsplatz in der Ellwürder Niederlassung der Oldenburgischen Landesbank (OLB) auf. Für den 61-Jährigen beginnt dann ein zweiwöchiger Urlaub, der direkt in die passive Phase seiner Altersteilzeit übergeht. Für die Geschichte der OLB in Ellwürden ist der 17. Juni aber auch aus einem anderen Grund ein bedeutendes Datum: Mit dem Abschied des langjährigen Filialleiters ist das Aus der Zweigstelle an der Butjadinger Straße verbunden.

Rückzug aus dem Dorf

Nach 63 Jahren zieht sich die OLB aus dem Dorf zurück. Kleine Standorte – wie Ellwürden mit nur noch zwei Mitarbeitern – passen nicht mehr in das strategische Konzept das Geldinstituts. Stattdessen setzt die OLB auf eine Bündelung der Dienstleistungsangebote in den größeren Filialen und auf eine fortschreitende Digitalisierung. Mit Peter Jedebrocks Wechsel in den Ruhestand gehen in der Ellwürder Niederlassung, der etwa 1200 Kunden zugeordnet sind, für immer die Lichter aus. Seine Kollegin Ramona Göbel ist künftig in der Nordenhamer Filiale tätig.

Die Anfänge der OLB in Ellwürden reichen bis zum Januar 1957 zurück. Damals hatte die Landesbank ihre ersten Geschäftsräume in dem Dorf im Haus des Uhrmachermeisters Mothes (heute Juwelier Wittenburg) an der Stadländer Straße eröffnet. Zu der Zeit war die Stadländer Straße noch die B 212 und Ellwürden ein Teil der Gemeinde Abbehausen.

Einige Jahre später zog die OLB in ein benachbartes Gebäude um. Dort blieb sie bis zur 2000 erfolgten Fertigstellung der jetzigen Niederlassung im Gebäudekomplex des Markant-Marktes an der Butjadinger Straße 25. Was nach dem Rückzug der OLB, deren Mietvertrag am 31. Juli ausläuft, mit diesem Ladenlokal geschieht, ist nach Angaben der Eigentümer noch nicht spruchreif.

Peter Jedebrock hat die OLB-Ära in Ellwürden entscheidend mitgeprägt. 31 Jahre ist er dem Standort treu geblieben. Davon übte er 29 Jahre lang die Funktion des Filialleiters aus. Das änderte sich 2018, als Ellwürden den Filialstatus verlor und Nordenham zugeschlagen wurde.

Der gebürtige Seefelder ist in Burhave aufgewachsen und hat am Gymnasium Nordenham sein Abitur gemacht. Nach dem Schulabschluss war Peter Jedebrock zwei Jahre bei der Bundeswehr und nahm dann seine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Raiffeisenbank Butjadingen auf. Es folgten Zwischenstationen bei der ALL-Bank in Hamburg und Neumünster, bevor er 1989 den Geschäftsstellenleiter-Posten bei der OLB in Ellwürden antrat.

Im Vergleich zu früher haben sich die Arbeitsabläufe erheblich verändert. „Damals hatte Bargeld in Scheinen und Münzen noch eine ganz andere Bedeutung als heute“, erzählt er. Zudem wurde viel handschriftlich und nicht mit dem Computer erledigt. Ihre Kontoauszüge mussten sich die Kunden selbst abholen. Entsprechend groß war der Andrang in der Filiale.

„Die Arbeit in dem kleinen Team hier hat mir immer viel Freude gemacht“, sagt Peter Jedebrock. Das hängt zum einen mit der abwechslungsreichen Tätigkeit zusammen und zum anderen mit den engen Kontakten zu den Kunden. „Da ist ein sehr vertrautes, teils sogar freundschaftliches Verhältnis entstanden“, erzählt er. Vor diesem Hintergrund hätte er sich gerne von den Kunden in einer Feierstunde verabschiedet. Doch daraus wird nichts, weil die Corona-Pandemie das nicht zulässt. „Ich würde mich aber freuen, wenn der ein oder andere Kunde in den letzten Tagen der Filiale noch einmal reinschaut, um Tschüs zu sagen.“

Zeit für Hobbys

Um Langeweile im Ruhestand macht sich Peter Jedebrock keine Sorgen. Er hat sich vorgenommen, viel Zeit mit seinen Hobbys zu verbringen. Dazu gehören Tennis und Reisen sowie Ausfahrten mit dem Cabrio oder dem Motorrad. Zudem möchte Peter Jedebrock seiner Frau Corinna, die in Ellwürden einen Geschenkeladen betreibt, im Geschäft helfen. „Es gibt immer etwas zu tun“, sagt der 61-Jährige.

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