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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Artenschutz In Elsfleth: Kuschelige Nisthöhle für Eisvögel gebaut

11.07.2019

Elsfleth Acht Eisvogelreviere hat Hans-Jürgen Junge vom Nabu Elsfleth rund um Elsfleth gezählt: „Erfreulicherweise stehen wir besser da als andere Städte und Regionen. Der Eisvogelbestand um Elsfleth herum hat sich eigentlich gut in den letzten 20 Jahren entwickelt“ Auch unzähligen Naturspaziergängen habe er die Vögel beobachtet: „Wenn man bedenkt, dass so ein Eisvogelpaar sein Revier zwischen 500 und 1000 Metern beansprucht und verteidigt, so darf hier wohl von einer intakten Natur, sowie einer guten Wasserqualität auszugehen sein.“

Gehandelt hat der Naturschutzbund nun aber dennoch, und für Eisvögel eine neue Nisthöhle am Elsflether Kanal installiert. Und das im Rahmen einer Kooperation, die seit Mai besteht und nun schon erste Früchte trägt: Denn in Sachen Artenschutz machen Nabu Elsfleth und Sportfischerverein Elsfleth gemeinsame Sache. Weil beide Seiten die zurückgehende Artenvielfalt voller Sorge betrachten, sollen gemeinsame Mitmach-Projekte im Sinne des Artenschutzes auf den Weg gebracht werden.

Im Juni stand das erste Projekt an: Für den Schwalbenschutz montierten die Angler am vereinseigenem Haus die vom Nabu gesponserten Schwalben-Nisthilfen.

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Aktuell steht nun im Fokus die Eisvogel-Nisthöhle, um die Population dieser „fantastischen Vogelart“, wie Hans-Jürgen Junge findet, hochzuhalten. Er beschreibt den „pfeilschnellfliegenden Vogel“: Er hat einen kurzen Körper mit kurzen Beinen, kurzen Schwanzfedern und breiten Flügeln. Der Kopf falle mit seinem etwa vier Zentimeter langem Schnabel groß aus. „Die Oberseite wirkt je nach Lichtverhältnissen kobaltblau bis türkisfarben. Auf dem Rücken befindet sich ein leuchtend blauer Streifen, der besonders bei Anflug auffällt.“ Und mit einem Gewicht von nur 35 bis 40 Gramm ist der Eisvogel ein echtes Leichtgewicht.. Der kurze aber scharfe Ruf des Eisvogels klingt markant „tieht – tieht“. Der Eisvogel ernähre sich von kleinen Fischen, Wasserinsekten, Larven, Kleinkrebsen und Kaulquappen. Seine Jagdmethode: das Stoßtauchen von einer passenden Sitzwarte aus.

Deshalb sei es auch so wichtig, den richtigen und passenden Standort für die Brutstätte auszumachen. „Diesen idealen Platz fanden wir am Elsflether Kanal, um den doppelläufigen Röhrenkorpus am Ufer unter einem Baum zu platzieren“, so Junge weiter. Der Uferbewuchs sei am Standort von größter Bedeutung, da der Eisvogel Unterstände von Bäumen, Sträuchern, Busch- und Wildwuchs liebe, weil er Aufsitzmöglichkeiten brauche, um durch Stoßtauchen seine Nahrung zu erbeuten.

50 Kilogramm ist die Eisvogel-Nisthöhle schwer. Sie wurde mit einer Außenschale aus naturgetreuem Lehmputz versehen, damit diese ins Landschaftsbild passt. Nun hoffen die Verantwortlichen, dass diese Röhrenhöhle auch recht bald von den Eisvögeln angenommen wird. „Erfahrungsgemäß brüten Eisvögel zwei – bei einem langen Sommer – bis zu dreimal im Jahr“, berichtet Junge: „Darüber hinaus leistet aber auch der hiesige Sportfischerverein unter der Leitung von Sven Kahnke mit seinen Hege- und Pflegearbeiten und den alljährlichen Besatzmaßnahmen, einen nicht unerheblichen Beitrag, damit der Eisvogel sich hier wohl fühlt.“

Dank richtet der Nabu auch an die „Stiftung Gewässerschutz“, die das Unterfangen untersützt, sowie an die Moorriemer-Ohmsteder Sielacht und die Stadt Elsfleth für die Unterstützung und die Betreuung einiger Naturflächen.

Anja Biewald Berne/Lemwerder / Redaktion Brake
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