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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Weiterbau der „Gorch Fock“ gefordert

23.02.2019

Elsfleth /Berlin Den Weiterbau der „Gorch Fock“ trotz Insolvenzverfahrens der Elsflether Werft fordert die Delegiertenversammlung der IG Metall, Geschäftsstelle Wesermarsch. Das geht aus einer Resolution hervor, die jetzt verabschiedet wurde. „Die Beschäftigten dürfen nicht zu Opfern von Misswirtschaft und Korruption werden“, betont der IG-Metall-Geschäftsführer Martin Schindler.

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In der Resolution wird das Bundesverteidigungsministerium aufgefordert, den Weiterbau des Segelschulschiffes „Gorch Fock“ zu ermöglichen. Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen dürfe die Beschäftigten der Werft bei den Zulieferern nicht hängen lassen, heißt es. Die Elsflether Werft müsse auch in dieser schwierigen Situation die Chance bekommen, die geforderte Transparenz über die Kosten herzustellen und dann die Sanierung des Schiffes fortzusetzen.

Neben den 130 Beschäftigten auf der Elsflether Werft geht es laut IG Metall auch um hunderte Arbeitsplätze bei Zulieferern und anderen Unternehmen in Niedersachsen und Bremen. Gemeinsam mit allen Beteiligten setze sich die IG Metall weiter dafür ein, dass der „Gorch-Fock-Auftrag“ gesichert und der wegen der Korruptionsvorwürfe verhängte Zahlungsstopp möglichst schnell aufgehoben werde. „Außerdem erwarten wir Aufklärung über das von den früheren Vorständen aufgebaute Unternehmensgeflecht und über angeblich rätselhafte Geldflüsse in Millionen-Höhe. Sollte Geld abgeflossen sein, muss alles dafür getan werden, um es zurückzubekommen und so die finanzielle Situation des Unternehmens zu verbessern“, so Martin Schindler.

Auch SPD-Bundestagsabgeordnete setzen sich für die weitere Sanierung des deutschen Segelschulschiffes ein. „Wir stehen fest an der Seite der Beschäftigten und unterstützen die Gewerkschaften im Kampf für den Erhalt der Arbeitsplätze. Die Arbeiten an der ,Gorch Fock’ müssen fortgesetzt werden sowie die zahlreichen Arbeitsplätze in Elsfleth und den Zulieferbetrieben in Niedersachsen und Bremen erhalten bleiben“, so die SPD-Bundestagsabgeordneten Susanne Mittag, Siemtje Möller, Dennis Rohde und Uwe Schmidt.

Die vermeintlichen Verfehlungen der ehemaligen Werftleitung dürften nicht zulasten der Beschäftigten gehen, heißt es weiter. „Ein Insolvenzverfahren in Eigenregie ist ein guter Weg, der nun beschritten wird. Das schafft eine Perspektive für die Beschäftigten“, so Uwe Schmidt, stellvertretender Bundesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD. Auch in anderen Fällen sei die Fertigstellung von Projekten trotz eines Insolvenzverfahrens der Auftragnehmer erfolgreich abgeschlossen worden.

Die Schwimmfähigkeit des Schiffes ist für die Bundestagsabgeordneten eine Grundvoraussetzung für die weiteren Entscheidungen zur Sanierung der „Gorch Fock“. „Diese gilt es zügig herzustellen und die Arbeiten wieder aufzunehmen“, so Uwe Schmidt. Auch wenn sich die Werft und damit die Zuliefererbetriebe in einer schwierigen Situation befänden, müssten diese die Chance bekommen, die Sanierung des Schiffes fortzusetzen. „Wir erwarten endlich einen belastbaren Fahrplan zur Sanierung der ,Gorch Fock’ seitens des Ministeriums und auch der Ministerin.“

Wie die Nordwest-Zeitung noch erfahren hat, soll die Staatsanwaltschaft am Freitag erneut Räume auf der Elsflether Werft durchsucht haben.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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