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Elsflether Kaje: Saugbagger „Maasmond“ verwirbelt den Hunte-Schlick

30.03.2020

Elsfleth Die Hunte brodelte an der Elsflether Kaje. Der Grund: Der Saugbagger „Maasmond“ spülte einen Teil der Kaje für die Lotsenversatzstelle frei. Das Spezialschiff legte sich immer wieder an die Spundwand, um dann langsam daran entlang zu driften, wobei der aufgespülte Schlick durch den Ebbstrom in Richtung Huntesperrwerk und Weser verwirbelte. Es ist zurzeit der Liegeplatz der „Großherzogin Elisabeth“. Das Segelschulschiff musste wegen der Arbeiten am nördlichen Ende der Kaje festmachen.

Es ist seit Jahren Thema, dass die Elsflether Kaje saniert werden muss (die NWZ berichtete). Die Kosten für die Sanierung der 1961 errichteten Spundwand hat Elsfleths Bauamtsleiter Hartmut Doyen jüngst auf rund 1,4 Millionen Euro geschätzt, wobei das Wasser- und Schifffahrtsamt davon rund 300 000 Euro tragen wird wegen der Lotsenversatzstelle. Die Stadt Elsfleth hatte den Hafen 1995 übernommen und ist als Eigentümer komplett für die Unterhaltung zuständig.

Einige Interessierte schauten am Donnerstag den Arbeiten zu. Das Schiff, das sie dabei sahen, ist mittlerweile 89 Jahre alt und fährt unter niederländischer Flagge. Eigentümer der „Maasmond“ ist die Reederei Van der Kamp mit Sitz in Zwolle.  Gebaut wurde das Spezialschiff allerdings in Deutschland, und zwar 1931 bei der Stettiner Oderwerke AG. Der Saugbagger ist 41,28 Meter lang, 12 Meter breit und hat einen Tiefgang von rund 2 Metern. „Maasmond“ wird vorwiegend als sogenanntes Wasserinjektionsgerät eingesetzt, um die Fahrrinnen frei von Verschlickung zu halten.  Die Stettiner Oderwerke Aktiengesellschaft für Schiff- und Maschinenbau wurde 1903 gegründet. Das Unternehmen existierte bis 1961. Bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs wurden 154 Schiffe gebaut. In den 1930er Jahren hatten die Oderwerke 3600 Beschäftigte. Herausragend sind die während dieser Zeit gebauten Eisbrecher, von denen zwei, „Stettin“ und „Wal“, als Museumsschiffe erhalten sind.  Der Dampf-Eisbrecher „Wal“, 1938 vom Stapel gelaufen, ist Museumsschiff in Bremerhaven. Die 1933 vom Stapel gelaufene „Stettin“ ist ebenfalls ein kohlebefeuerter Dampf-Eisbrecher. Das Schiff besitzt wie „Wal“ den Status eines technischen Kulturdenkmals und liegt in Hamburg im Museumshafen Oevelgönne.

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Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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