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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

„Alle 130 Arbeitsplätze sichern“

31.01.2019

Elsfleth Nach der Abberufung des bisherigen Vorstandes der Elsflether Werft war der neue Vorstand, Axel Birk, bereits am Mittwoch für erste Gespräche am Standort. Auch mit dem Betriebsratsvorsitzenden Ralf Templin hat er über die Pläne für die Werft gesprochen.

„Absolute Priorität hat die Sicherung der 130 Arbeitsplätze“, sagte Ralf Templin am Mittwochabend auf Anfrage der NWZ. Man wolle das Vertrauen der Marine zurückgewinnen und wirtschaftlich nach vorn schauen. „Die Werft muss aus den schlechten Schlagzeilen geholt werden“, sagte er. Am Freitag sei eine Betriebsversammlung geplant. Dort sollen die Mitarbeiter der Werft über die neuen Pläne informiert werden.

Wegen der Sanierung der „Gorch Fock“ in die Kritik geratene Elsflether Werft AG sind jetzt Aufsichtsrat und Vorstand mit sofortiger Wirkungen abberufen worden. Das kam zum jetzigen Zeitpunkt unerwartet. Mit dem Hamburger Manager Pieter Wasmuth ist ein neuer Aufsichtsratsvorsitzender der Werft berufen worden.

Für die Industriegewerkschaft Metall Wesermarsch ist das ein positives Signal. Auf Nachfrage der NWZ sagte der Geschäftsführer Martin Schindler: „Wir setzen darauf, dass die Elsflether Werft schnell handlungsfähig wird und mit einer neuen Geschäftsführung wieder Vertrauen zum Bundesverteidigungsministerium aufbauen kann. Nur so lässt sich der für die Zukunft der Werft entscheidende Auftrag sichern. Parallel müssen die schwerwiegenden Vorwürfe gegen den bisherigen Vorstand von der Staatsanwaltschaft aufgeklärt werden.“

Nach Martin Schindlers Worten ist der angekündigte Weiterbau der „Gorch Fock“ eine deutliche Positionierung. Die IG Metall Wesermarsch begrüße die Ankündigung des Bundesverteidigungsministeriums. „Für die Beschäftigten auf der Elsflether Werft, der Bredo Werft in Bremerhaven, wo das Schiff im Dock liegt, und bei zahlreichen Zulieferern ist das eine gute Nachricht“, sagte er auf NWZ-Nachfrage. „Sie können weiterarbeiten und die wochenlange Unsicherheit nach dem Zahlungsstopp im Dezember ist hoffentlich bald vorbei. Durch ein Aus für die „Gorch Fock“ wären nicht nur viele Millionen Euro an Steuergeld verloren, sondern auch hunderte Arbeitsplätze bei Werften und Zulieferern in Bremen und Niedersachsen gefährdet“, so der Gewerkschafter.

Die Elsflether Werft war durch die Kostenexplosion bei der Sanierung des Schulschiffs der Deutschen Marine in den Fokus von Ermittlungen geraten. Den abberufenen Vorstand der Elsflether Werft, Klaus W., hatte die NWZ schon vor mehreren Tagen um eine Stellungnahme gebeten. „Ich würde gern schon jetzt Stellung beziehen und gerade damit nun auch für eine faire und sachliche Berichterstattung beitragen. Leider kann ich aber genau das gerade noch nicht“, hatte er am vergangenen Donnerstag erwidert. 

Friederike Liebscher Berne/Lemwerder / Redaktion Brake
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Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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