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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Geld für „Gorch Fock“ soll bald wieder fließen

05.03.2019

Elsfleth Nach einem Gespräch mit dem neuen Vorstand der Elsflether Werft AG hat sich am Montag die SPD-Landtagsabgeordnete Karin Logemann optimistisch geäußert. Sie gehe davon aus, dass der Zahlungsstopp in Kürze aufgehoben und die zurzeit ruhenden Arbeiten an der „Gorch Fock“ wieder aufgenommen werden, sagte sie am Montag auf Anfrage der Nordwest-Zeitung. „Das ist für die Werft wichtig“, betonte die Sozialdemokratin.

Das Treffen mit dem neuen Werft-Vorstand Dr. Axel Birk und Dr. Tobias Brinkmann, Fachanwalt für Insolvenzrecht und Partner in der bundesweit tätigen Kanzlei Brinkmann & Partner, hatte Karin Logemann auf den Weg gebracht. An dem rund zweistündigen Gespräch in den Räumen der Elsflether Werft nahmen noch Elsfleths Bürgermeisterin Brigitte Fuchs, Brakes Bürgermeister Michael Kurz, der Werft-Betriebsratsvorsitzende Ralf Templin sowie Jochen Luitjens, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Wesermarsch, teil.

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Das Bundesverteidigungsministerium will den Zahlungsstopp an die Elsflether Werft aufheben. Davon jedenfalls geht Karin Logemann nach ihren Informationen aus. Es gebe gute Gespräche von Mitgliedern der SPD-Bundestagsfraktion sowohl mit dem Ministerium als auch mit Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen selbst. Auf Nachfrage von Dennis Rohde (SPD), Mitglied im Haushaltsausschuss des Bundestages, am Rande einer Veranstaltung in Oldenburg habe ihm die Ministerin bestätigt, dass in Kürze der Zahlungsstopp aufgehoben werde. Sie gehe davon aus, dass das jetzt auch passieren wird, so Karin Logemann weiter.

Wie die SPD-Landtagsabgeordnete gegenüber der NWZ weiter ausführte, habe sie auf der Werft ein zielorientiertes Team angetroffen. Geschäftsleitung und Belegschaft zögen an einem Strang und arbeiteten konstruktiv daran, dass der Standort in Elsfleth erhalten bleibe und weitergeführt werde. Bezüglich des alten Vorstands äußerte sich Karin Logemann nicht: „Das ist Sache der Staatsanwaltschaft, die ermittelt.“

Elsfleths Bürgermeisterin Brigitte Fuchs teilt den Optimismus der Landtagsabgeordneten. „Es war ein gutes Gespräch. Ich habe Vertrauen zur neuen Werftleitung“, sagte sie. Wichtig sei, dass der Zahlungsstopp aufgehoben werde. Noch könnten die Fachkräfte auf der Werft gehalten werden. Sie habe auch zur Kenntnis genommen, dass die Belegschaft hinter dem neuen Vorstand steht und ihm vertraut, so Brigitte Fuchs.

Der Bürgermeisterin ist aber auch bewusst, dass der Fortbestand der Werft an der Aufhebung des Zahlungsstopps hängt. „Es steht und fällt mit der Entscheidung“, merkt sie an. Der Vorstand setze sich für die Werft – und somit für den Standort – ein. Auch die IG Metall sei mit im Boot. Alle wollten dazu beitragen, dass die Elsflether Werft wieder Vertrauen gewinnt. Das sei gut für die Mitarbeiter sowie Zulieferer und deren Familien, für die Stadt und die Region, so Brigitte Fuchs am Montag auf NWZ-Anfrage.

Auch Brakes Bürgermeister Michael Kurz sprach nach dem gemeinsamen Treffen auf der Elsflether Werft von einem „positiven Signal und einem konstruktiven Gespräch“. „Es ist wichtig, dass die Werft erhalten bleibt und die Arbeitsplätze langfristig gesichert sind“, sagte er. Aus seiner Sicht werde auf der Elsflether Werft ein guter Job gemacht, um die Werft wieder auf die Beine zu stellen. Was das Braker Fährschiff „Guntsiet“ betrifft, das zurzeit auf der Werft überholt wird, merkte Michael Kurz an, dass die Arbeiten im Zeitplan lägen und der Pendelverkehr zwischen der Braker Kaje und der Weserinsel Harriersand planmäßig aufgenommen werde.

Wie berichtet, hat die Elsflether Werft am 20. Februar den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Nordenham gestellt. Der neue Vorstand Dr. Axel Birk, der seit dem 30. Januar im Amt ist, will die Werft zusammen mit den Mitarbeitern neu ausrichten. Priorität habe die Fortsetzung des „Gorch Fock“-Auftrages. Das wäre ein wichtiger Schritt sowohl für die Mitarbeiter der Werft als auch für die Zulieferunternehmen.

Die Auszahlung der Löhne und Gehälter an die Belegschaft der Werft für die Monate bis April 2019 werde über eine Insolvenzgeldvorfinanzierung gesichert.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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