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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Elsflether Werft lässt Vermögen von Ex-Chefs beschlagnahmen

03.05.2019

Elsfleth Der neuen Führung der Elsflether Werft ist es gelungen, Zugriff auf das private Vermögen der beiden ehemaligen Vorstände zu bekommen. Auf Beschluss der Landgerichte in Hamburg und Oldenburg wurden bei Marcus Reinberg Vermögenswerte in Höhe von 3,9 Millionen Euro und bei Klaus Wiechmann in Höhe von 12,3 Millionen Euro beschlagnahmt.

Als „guten Zwischenschritt“ wertete am Donnerstag der neue Aufsichtsratsvorsitzende, Pieter Wasmuth, die Entscheidung der Gerichte. Dies zeige, dass es der Werft in der laufenden zivilrechtlichen Auseinandersetzung offenbar gelungen sei, gute Beweise für die Veruntreuung von mindestens 16 Millionen Euro über die von den beiden Vorständen gegründete Firma Intermartec vorzulegen. Die Forderungen der Werft gehen allerdings noch weiter: Bei Reinberg ist laut Pieter Wasmuth die Beschlagnahmung weiterer 8 Millionen Euro beantragt. Dies werde derzeit noch vom Gericht geprüft.

Lesen Sie hier alle Artikel zur Krise bei der Elsflether Werft

Möglich wurde der Zugriff auf das Privatvermögen der beiden früheren Werft-Chefs offenbar durch einen juristischen Anfängerfehler. Bei der Gründung der Intermartec hatten Wiechmann und Reinberg eine unbeschränkte persönliche Bürgschaft unterschrieben. Der Bitte, sie daraus zu entlassen, sei die Werft bei der Übernahme der Firma natürlich nicht nachgekommen, so Wasmuth.

Ob Grundstücke, Motorboote, Villen, Rentenansprüche, Spareinlagen oder Lebensversicherungen – welche der „arrestierten“ Werte am Ende tatsächlich gepfändet werden, wird erst nach Abschluss des Zivilverfahrens feststehen. Bis dahin versucht die Werft weiter, das Firmengeflecht rund um die Werft zu Geld zu machen. Laut Wasmuth laufen derzeit Verhandlungen über den Verkauf der Goldschürfrechte in der Mongolei und anderer Firmenanteile.

Derweil hat die Werft am Donnerstag ein weiteres Etappenziel erreicht. Wie erhofft, hat das Amtsgericht Nordenham einem Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung zugestimmt. Ziel sei es nun, einen Investor zu finden und die Werft mit allen 130 Mitarbeitern fortzuführen.

Jörg Jung Redakteur / Regionalredaktion
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Ellen Kranz Redakteurin / Regionalredaktion
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