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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Anker und Steine sollen helfen

20.04.2018

Elsfleth Es ist ein durchaus beachtliches Projekt, das die Stadt Elsfleth in diesem Jahr in ihrem Hafen schultern will und muss: Die Spundwand der Kaje bedarf einer Sanierung. Und die ist ganz schön aufwendig – und kostspielig: 1,5 Millionen Euro wird das Instandsetzen nach bisheriger Schätzung wohl kosten. Ein Großteil davon wird die Stadt selber zahlen müssen, einen Teil übernimmt aber auch das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA).

Bei der Sanierung werde eine Kombination aus mehreren Verfahren angewendet, erläutert Hartmut Doyen, Leiter des Fachdienstes Planen, Bauen, Verkehr, Umwelt bei der Stadt Elsfleth. Ein Teil der notwendigen Stabilitätsverbesserung soll durch eine Vorschüttung erreicht werden. Dazu werden auf einer Breite von 25 Metern so genannte Wasserbausteine auf die Flusssohle aufgebracht, insgesamt rund 9500 Tonnen. Um den notwendigen Tiefgang zu erhalten, dürfen diese allerdings nicht so hoch eingebaut werden. Stadt und WSA sind sich nämlich einig, dass die Lotsenversetzstelle auch künftig an der Elsflether Kaje bleiben soll. Deshalb werden zusätzlich zur Vorschüttung so genannte Ankerpfähle diagonal durch die Spundwand in den dahinter liegenden Boden getrieben – alle 2,4 Meter einer, jeweils 21 Meter lang, insgesamt 75 an der Zahl. Um einen Druckausgleich innerhalb der Vorschüttung zu ermöglichen, erhält diese zudem alle zehn Meter eine Entlastungsbohrung.

Durch die Kombination dieser Maßnahmen könne, so Doyen, die notwendige Wassertiefe von minus 6,80 Meter NN beibehalten werden. „So ist auch künftig eine Nutzung genau wie bisher möglich. Das ist uns auch unter dem touristischem Aspekt wichtig“, so Doyen. Eine Steinvorschüttung alleine wäre kostengünstiger, würde den Hafenbetrieb aufgrund ihrer deutlich größeren Höhe (3,50 Meter statt rund ein Meter) aber stark einschränken.

Notwendig ist die Sanierung, da die Spundwand nicht mehr die notwendige Stabilität aufweist. Ursache dafür ist ein Absinken der Hafensohle um rund eineinhalb Meter bei gleichzeitig um gut einen Meter höherem Grundwasserstand aufgrund mangelhafter Entwässerung auf der Landseite. Der Zahn der Zeit nagt in Form von Korrosion zudem am Metall. Mit einer Restwanddicke von 60 bis 70 Prozent der Ursprungsstärke ist das Material selbst für die kommenden Jahre damit noch haltbar genug.

Die Stadt Elsfleth ist seit 1995 Eigentümerin des Hafens. Mehr als 30 Jahre zuvor war die Spundwand gesetzt worden. Seit deren Bau 1961 hat sich der Tidenhub in der Hunte merklich erhöht. Auf das Bauwerk wirken somit deutlich höhere Kräfte von der Landseite als noch vor einem halben Jahrhundert. Schiffe, die an der Kaje festmachen, belasten das Bauwerk gleichfalls mit Zugkräften.

Ingenieurbauwerke, zu denen auch die Spundwand der Kaje gehört, müssen alle fünf Jahre überprüft werden. Dabei war bereits vor Jahren festgestellt worden, dass die Spundwand an einigen Stellen rund 50 Jahre alt ist und saniert werden müsste.

Markus Minten Redaktionsleitung Brake / Redaktion Brake
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