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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Es geht wieder aufwärts auf der Elsflether Werft

16.03.2019

Elsfleth /Hannover Immer wieder laufen auch Marine-Versorgungsschiffe der „Elbe“-Klasse die Elsflether Werft an. Die Tender sind 100,55 Meter lang und 15,4 Meter breit. Der Tiefgang beträgt 4,05 Meter. Zurzeit liegt das Typschiff „Elbe“ der Deutschen Marine an der Kaje. Gäste in Elsfleth waren in jüngster Zeit auch die Versorgungsschiffe „Werra“, „Main“, und „Donau“.

Doch der Werfthafen und der Kajenbereich an der Hunte verschlicken zunehmend. Und das bereitet Probleme. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis Schiffe wie etwa die Marine-Tender der Klasse 404 die Werft nicht mehr ansteuern können. „Weser und Hunte müssen auf Tiefe gehalten werden“, fordert daher der niedersächsische FDP-Landtagsabgeordnete Jörg Bode.

Auf der Elsflether Werft keimt wieder Hoffnung auf, nach den Hiobsbotschaften in letzter Zeit. „Betriebsrat und Unternehmensleitung arbeiten kompetent und transparent daran, dass es wieder aufwärts geht“, sagt Jörg Bode. Er ist stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Liberalen. Der ehemalige niedersächsische Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr hat gemeinsam mit seinen FDP-Landtagskollegen Horst Kortlang und Axel Rehwinkel die Elsflether Werft besucht und sowohl mit Betriebsrat Ralf Templin als auch mit Dr. Axel Birk, dem neuen Vorstand der Werft, gesprochen. Auch Elsfleths Bürgermeisterin Brigitte Fuchs nahm an dem Besuch auf der Werft teil. Das Fazit nach dem Gespräch: Es sei zwar noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten. Aber die neue Werftleitung habe sehr gute Startvoraussetzungen geschaffen.

Die FDP-Landtagsabgeordneten und Bürgermeisterin Brigitte Fuchs sind nach dem Besuch am Tidehafen optimistisch. Die Werft und ihre Mitarbeiter hätten es nun selbst in der Hand, sich aus dem Schlamassel zu ziehen, merkt Jörg Bode an. Die Fortführung der Sanierung des Segelschulschiffes „Gorch Fock“ in Bremerhaven sei gesichert, auch Grundlagen für die Fortsetzung des Betriebes seien geschaffen worden. Das Ausdocken der Bark ist für den 21. Juni geplant. Dann soll der Dreimaster ins Wasser kommen (die NWZ berichtete). Nach seinen Worten gebe es Vereinbarungen mit dem Bund für einen Weiterbau der 1958 gebauten Dreimastbark auf der Elsflether Werft. Es sollte nicht bei einer Absichtserklärung bleiben sondern ein Vertrag geschlossen werden. Schließlich sei die Werft eine der wenigen, die für diese Arbeiten auch zertifiziert sei.

An der Bauausführung durch die Elsflether Werft gibt es laut Jörg Bode keine Kritik. „Nicht die Werft hat sich das ausgedacht. Es sind geforderte Maßnahmen vom Bund“, sagt Jörg Bode, der auf die Kostenexplosion bei der Sanierung des Segelschiffes auf zuletzt rund 135 Millionen Euro verweist, wobei die Werft bei einer Obergrenze von 128 Millionen Euro liegt. Die weiteren sieben Millionen Euro betreffen die Zulieferbetriebe, die aber auch ins Schlingern gekommen sind. „Zulieferer haben hohe Außenstände“, so Jörg Bode. Das Land sollte ihnen unter die Arme greifen. Schließlich würden auch andere Werften unterstützt.

Die Elsflether Werft hat eine Selbstreinigung vorgenommen, sich von alten Zöpfen getrennt. Das sei notwendig gewesen, erwähnt Jörg Bode. „Es ist transparent, was passiert ist. Die Werft kann sich wieder an öffentlichen Ausschreibungen beteiligen.“ Man behalte die Zulassung für die Marine, das sei eine gute Perspektive für künftige Aufträge. Es gelte nun, die 130 Arbeitsplätze auf der Elsflether Werft und die Arbeitsplätze bei den Zulieferern langfristig zu sichern.

Die Staatsanwaltschaft Osnabrück hat inzwischen die Ermittlungen aufgenommen. Laut der neuen Werft-Spitze sind durch Darlehen, Garantien und nicht berechnete Leistungen mehr als 20 Millionen Euro verloren gegangen. Geld soll auch in der Mongolei versickert sein. Die Vorwürfe aufzuklären, werde nicht leicht, meint Jörg Bode. Auch soll sich die Werft mit einem Millionenbetrag an einer geplanten Filmserie „True North“ über die Deutsche Marine beteiligt haben.

Vielleicht sollte die Geschichte um die „Gorch Fock“ und die Elsflether Werft verfilmt werden, so Jörg Bode. „Das wäre ein Blockbuster“, so der FDP-Landtagsabgeordnete. Dieser Film könnte die Kino-Kassen klingeln lassen.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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