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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Pläne von Jade-Weser-Port in der Kritik

02.02.2019

Elsfleth Offene Gewässerflächen statt Grünland: der Elsflether Sand wird in den kommenden Jahren sein Gesicht verändern. Die ersten Pläne für die Umgestaltung des 115 Hektar großen Geländes stellten Vertreter der Jade-Weser-Port Marketing GmbH im Wirtschaftsausschuss am Donnerstagabend vor.

Hintergrund: der Jade-Weser-Port hat den Elsflether Sand gekauft, um dort Ausgleichsflächen für den geplanten Ausbau des Hafens zu schaffen. Vorbild ist die Ausgleichsfläche, die das Unternehmen bereits am Langwarder Groden umgesetzt hat.

Die Halbinsel soll für die Bedürfnisse von bestimmten Vogelarten, unter anderem der Rohrdommel, gestaltet werden. Dafür werden die Grünlandflächen aufgebrochen, um offene Kleingewässer mit Schilfzonen zu schaffen. Der Strand und der Radweg sollen erhalten werden und können weiter genutzt werden. Denkbar seien auch eine E-Bike-Station und eine Informationshütte. Der landwirtschaftliche Betrieb, der momentan auf dem Elsflether Sand angesiedelt ist, werde bis zum Jahr 2023, dem Jahr in dem die neuen Gewerbeansiedlungen beim Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven anstehen, aufhören.

Bedenken wegen der Pläne kamen vor allem aus der CDU. So befürchtet Ratsherr Malte Lübben Einschränkungen für die Elsflether Unternehmen an der Hunte. Dort hat neben der Elsflether Werft auch die Firma Sperling ihre Produktionsstätte. Geschäftsführer Olaf Sperling äußerte auf Einladung des Ausschusses seine Bedenken auch persönlich: „Wir sind aufgrund zu enger Vorschriften aus Delmenhorst weggezogen“, sagte er. Im Umziehen habe man also Erfahrung. „Das wollen wir aber nicht. Wir fühlen uns wohl in Elsfleth. Unser Interesse ist es, dass uns keine weiteren Einschränkungen für unsere Entwicklung entstehen“, sagte er.

Das werde nicht geschehen, versicherte Andreas Bullwinkel, Geschäftsführer der Jade-Weser-Port Marketing GmbH. „Wir nehmen Rücksicht auf die Belange der Wirtschaft. Es wird alles möglich sein, was jetzt auch möglich ist“, sagte er. Man habe bei der Planung der Kompensationsfläche noch genug Spielraum.

Was auf dem Elsflether Sand jetzt passiert, erklärte Hans-Henning Pötter, Justitiar der Jade-Weser-Port Marketing GmbH: erst einmal noch nichts Sichtbares. „Es werden Bodenuntersuchungen gemacht, das Gebiet wird kartiert, Vogelzählungen werden durchgeführt“, sagte er. „Wir stehen noch ganz am Anfang des Verfahrens.“ Man wolle die Fläche mit der Stadt Elsfleth gemeinsam gestalten und nicht gegen sie. Die Beteiligten würden immer über die Entwicklungen informiert.

Auch die Gemeinde Berne wird von der Ausgleichsmaßnahme betroffen sein, unter anderem auch ein landwirtschaftlicher Betrieb. Außerdem wird der Lastverkehr für den Umbau zum Vogelschutzgebiet über den Ortsteil Ohrt laufen.

Friederike Liebscher Berne/Lemwerder / Redaktion Brake
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