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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

12 Kilometer Ufer von Müll befreit

28.10.2019

Elsfleth Fischreusen, ein Leitpfosten, Stühle, ein aufgeschlitzter Plastik-Kabelmantel von etwa zehn Metern Länge – auch dieses Mal hat die „Flüsse ohne Müll“-Sammelaktion des Naturschutzbundes (Nabu) Elsfleth sowohl kuriosen als auch erschreckenden Abfall zu Tage gefördert. Der „dickste Fisch“ war ein rund drei Meter langes komplettes Surfbrett, das Freiwillige des Sportfischervereins Elsfleth am Oberhammelwarder Strand bargen. „Man glaubt gar nicht, was alles in unseren Gewässern landet“, so der Sprecher des Nabu Elsfleth, Hans-Jürgen Junge.

Breites Helferbündnis

Umso wichtiger ist es den Naturschützern, die Ufer der Region sauber zu halten. Und dabei freuen sie sich über immer mehr Freiwillige: Nahmen im Oktober 2018 noch 14 Personen an der Aktion „Flüsse ohne Müll“auf dem Elsflether Sand und am Strand in Oberhammelwarden teil, waren es dieses Jahr 52 Helferinnen und Helfer, die insgesamt 861 Stücke Müll bargen – vom Plastikschnipsel bis zum Ölkanister. Neben den regelmäßig Aktiven des Nabu Elsfleth halfen auch der Sportfischerverein Elsfleth, die Naturschutzjugend (Naju) Elsfleth und der Rudi-Rotbein-Club aus Brake in Begleitung von Franz-Otto Müller mit. Der Eigentümer des Elsflether Sandes, der Jade-Weser-Port, fungierte in Person von Susanne Thomas und Thorben Geiger als Schirmherr. Die beiden waren jedoch nicht nur dabei, sondern packten auch gleich tatkräftig an und sammelten mit. Mehr als zwölf Kilometer Ufer suchten die Freiwilligen bei kräftigem Wind, aber herrlichem Sonnenschein in vier Teams ab.

Zur Mittagszeit kehrten die Gruppen erschöpft, aber zufrieden mit ihren Funden zum Nabu-Pavillon am Parkplatz beim Elsflether Yachthafen zurück. Dort schenkte der Vorsitzende des 13 500 Mitglieder zählenden Nabu Oldenburger Land, Hartmut Drebing aus Stedingen, deftige Erbsen- und vegane Nudelsuppe aus – gespendet vom „Brummi-Treff“ in Elsfleth.

„Schädlichen Müll einzusammeln, ist gut – besser wäre es aber, wenn das alles gar nicht erst im Wasser landen würde. Denn achtlos weggeworfene Verpackungen oder unsachgemäß entsorgter Schrott sind völlig vermeidbar“, so Hans-Jürgen Junge. „Kunststoff, der hier in die Weser geworfen wird, wird womöglich im Meer zu Mikroplastik zerrieben und landet im Magen von Vögeln oder Fischen – und so irgendwann vielleicht zu Hause auf dem Tisch.“

Im April geht es weiter

Vor diesem Hintergrund freuen die Engagierten des Nabu sich über die Entscheidung der Europäischen Union, ab 2021 Einwegplastik wie Strohhalme, Styropor-Verpackungen und Wattestäbchen aus Kunststoff zu verbieten. „Doch auch dann werden Müllsammelaktionen weiter nötig sein“, so Hans-Jürgen Junge. „Deshalb ruhen wir uns nicht aus: Im April 2020 säubert der Nabu den Elsflether, Moorriemer und Liene-Kanal. Wir freuen uns auf rege Beteiligung.“

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