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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Naturschutz In Elsfleth: Beim Waldspaziergang um einiges schlauer werden

29.10.2019

Elsfleth Wer im Elsflether Stadtwald gut aufpasst, hat beim Scrabble fast gewonnen: Im Elsflether Wald ist nämlich das Eichhörnchenschwanz-Weißzahnmoos zu Hause, eine landesweit gefährdete Moosart. Und wie auch ihre nahen Verwandten hat sie viele positive Eigenschaften: Moose können ungemein viel Wasser speichern und die Luft sehr effektiv reinigen. Darüber hinaus sind sie Lebensraum für viele kleine Tiere.

Dies und jede Menge mehr können Interessierte bei einem Spaziergang erfahren. Ein Naturerlebnispfad liefert die Informationen im Stadtwald. Den hatte die Flächenagentur des Landkreises Wesermarsch 2015 von der Heye-Stiftung übernommen und gestaltet ihn seitdem um. Aus einem Wirtschaftsforst mit Hybridpappeln soll über die Jahre ein naturnaher Eichen-Hainbuchenwald werden.

Auf gut einem Drittel der 17 Hektar großen Fläche wurden die Hybridpappeln weitgehend gerodet. Im nördlichen Teilabschnitt wurden auch schon hunderte standortgerechte Laubbäume gepflanzt. Der mittlerweile wieder dominierende Pappelaufwuchs soll in diesem Herbst oder im Frühjahr entfernt werden, berichtete Vanessa Breuel von der Flächenagentur vor Ort. Kommendes Jahr soll dann auch die südliche Fläche am Liene-Kanal standortgerecht bepflanzt werden. Im mittleren Teil des Stadtwaldes wird es übrigens keinen Kahlschlag geben. Hier ist der Wald schon artenreicher ausgebildet. Einzelne Bäume werden aber auch hier noch fallen.

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Vier Informationstafeln sind im Wald verteilt. Ergänzt werden sie durch zwei Kunstprojekte: Nahe der Tafel, die über die drei heimischen Fledermausarten informiert, hängen übergroße Flattertiere aus Altmetall in einer Buche. Und im nördlichen Teil des Stadtwalds steht ein Totempfahl, der sechs heimische Vögel symbolisiert: Seeadler, Graureiher, Kolkrabe, Waldohreule, Pirol und Eisvogel. Claus Hartmann, auf Harriersand lebender und aus Elsfleth stammender Schiffsbildhauer, hat diesen tierischen Beitrag geleistet. Finanziert wurde der Naturerlebnispfad mit Mitteln der Bingo-Umweltlotterie, der Landessparkasse zu Oldenburg und der Umweltstiftung Weser-Ems. Auf den Tafeln an den vier Stationen Totholz, Fledermäuse, Moos und Vogelwelt findet sich jeweils auch ein Familienprojekt. So kann beispielsweise die Schalleitfähigkeit von Holz erprobt werden oder ein kleines Fangspiel zwischen Fledermaus und Motten gespielt werden.

Der Pfad diene neben der Information auch dazu, die Akzeptanz für Kompensationen und Naturschutz zu steigern, betonte Vanessa Breuel bei einem Rundgang. Mit der Aufwertung des Stadtwaldes werden Eingriffe an anderen Orten der Wesermarsch in die Natur ausgeglichen. Vor allem sollen Wald und Naturerlebnispfad auch von Schulklassen und Kindergartengruppen zur Umweltbildung genutzt werden. Und abgeschlossen ist der Pfad noch nicht: „Wir sind für Ideen und weitere Kooperationen offen“, so Breuel. „Das Projekt lebt vom Engagement der Besucher und Ehrenamtlichen.“

Eine Planung kann derzeit allerdings nicht umgesetzt werden: Eine eigentlich geplante Brücke über den Liene-Kanal zur besseren Anbindung der Stadt an den Wald kann nicht finanziert werden.

Markus Minten Leitung / Lokalredaktion
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