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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Blumenwiesen für Bienen und andere Insekten geplant

16.10.2018

Elsfleth Bei der jüngsten Sitzung des Rates der Stadt Elsfleth erläuterte Bürgermeisterin Brigitte Fuchs, dass ein Antrag von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zum Thema Artenschutz/Insektensterben eingebracht worden war. Der Bauhofleiter, Tino Kaplan, stellte mögliche Flächen zur Herrichtung bienenfreundlicher Wiesen vor.

Es bieten sich drei Flächen an, die sich für eine Blumensaatmischung anbieten würden. Aufgezeigt wurde ein Bereich an der Ochtumstraße, Battermanns Busch sowie am Ortseingang Richtung Brake. Die Gesamtgröße beträgt rund 7300 Quadratmeter. Tino Kaplan gab einen Überblick über den Aufwand mit Einsaat, Mahd und Pflege. Für die ordnungsgemäße Herrichtung müssen Mittel in den Haushalt gestellt werden. Vorab sollte ein Fachmann diese Flächen sichten und den Bauhof beraten. Diese Schau könnte von einem Saatguthersteller vorgenommen werden.

Bereits jetzt werden laut Brigitte Fuchs städtische Flächen extensiv bewirtschaftet, das heißt einmal jährlich gemäht. Anhand einer Tabelle erläuterte der Bauhofleiter, dass diese den Bienen und Wildbienen bereits zur Verfügung stehen. Dort gebe es natürlichen bienenfreundlichen Bewuchs. Im Vortrag betonte Tino Kaplan, dass seit sieben Jahren auf die Verwendung von Herbiziden und somit auch Glyphosat verzichtet werde. Viele städtische Flächen würden bereits extensiv bewirtschaftet. Hecken würden erst nach der Brutzeit geschnitten; nur die Verkehrswege hielte man frei. Bienenfreundliche Staudenbeete seien bereits viel in die Innenstadt gepflanzt worden, so beispielsweise am Nicolai-Platz sowie an der Mühlen- und an der Hafenstraße.

Der Verzicht auf Herbizide und Glyphosat führt aber auch laut Baubetriebshofleiter zu erheblichen Beschwerden von Bürgern. Flächen würden schnell unansehnlich ausschauen und vor der Haustür wollten viele Bürger so einen Anblick nicht haben. Hier sei auch eine Akzeptanz der Bürger notwendig.

Der vorliegende Antrag von Bündnis 90/Die Grünen zum Thema Artenschutz/Insektensterben wurde dann beraten. Die Bürgermeisterin wies darauf hin, dass sie die hier geforderten Grundsatzentscheidungen zu einzelnen Festlegungen kritisch sehe. „Wenn eine Grundsatzentscheidung getroffen wird, müssen Mittel im Haushaltsplan zur Verfügung stehen, um die Maßnahmen tatsächlich durchführen zu können“, betonte sie. Bei jeder neuen Sanierungsmaßnahme würden die Belange berücksichtigt, wie auch bei dem neuen geplanten Parkplatz an der Bahnhofstraße.

Beschlossen wurden folgende Punkte wegen des Antrags der Grünen:

 Die Pflanzung von Bäumen und Hecken sollte sich ebenfalls auf heimische Arten beschränken;

 Die Stadt Elsfleth verzichtet bei allen Flächen unter ihrer Bewirtschaftung auf den Einsatz von Teilherbiziden, wie Glyphosat sowie Nionicotinoide – was seit sieben Jahren schon geschieht;

 Die öffentliche Beleuchtung wird weiterhin sukzessive auf LED umgestellt. Bei der Wahl der öffentlichen Beleuchtung ist auf eine insektenschonende Ausführung über Abstrahlwinkel, Farbtemperatur und Betriebszeit zu achten – was die Stadt schon macht und jährlich 25 000 Euro im Haushalt vorhält;

 Die Stadt Elsfleth bietet auf ihrer Internetseite ein digitales Informationsangebot mit Link über insektenfreundliche Gartengestaltung mit heimischen Pflanzen. Ferner soll dort offensiv auf das Verbot der Nutzung glyphosathaltiger Herbizide hingewiesen und Alternativen aufgezeigt werden (Verlinkung zu Naturschutzverbänden soll auf der Homepage erfolgen. Informationen sollen vom Fachdienst 68 Landkreis Wesermarsch angefordert werden);

 Bei der Aufforstung und Pflege kommunaler Flächen ist darauf zu achten, dass auch Totholz belassen wird; was die Stadt Elsfleth bereits praktiziert.

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