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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Nautischer Verein: Bockermann liebt das Abenteuer

23.04.2019

Elsfleth Wenn es „Stückgut unter Segeln in heutiger Zeit“ heißt, dann gibt es für dieses Thema einen Mann, der sich nicht nur bestens auskennt. Er „brennt“ dafür, dass diese, heute nur noch selten praktizierte Art der Güterverschiffung nachhaltig und ohne Emissionen wieder zum Leben erweckt wird. Kapitän Cornelius Bockermann berichtete auf Einladung des Nautischen Vereins Niedersachsen im Restaurant „Kogge“ über die „Mission Zero – Stückgut unter Segeln“.

Was kann ich tun gegen die Umweltverschmutzung, gegen die Emissionen der mit Schweröl betriebenen Containerschiffe, was gegen die Zerstörung des Grand Barrier Reefs? Diese Überlegungen hatten Bockermann umgetrieben, als er noch in Australien lebte. Seine Idee, Frachten mit einem vom Wind getriebenen Segler zu transportieren, war nicht nur eine flüchtige und nostalgische Vision. Bockermann ging das Abenteuer an und erwarb den 1917 im holländischen Stadskanaal erbauten Gaffelschoner „Avontuur“ (niederländisch für „Abenteuer“).

Aus dem ursprünglichen Plan, den Segler zwischen Cairns und Brisbane einzusetzen, musste sich der Schiffseigner schnell verabschieden. Bockermann: „Nachdem sich das für die Instandsetzung angesetzte Budget verdoppelt hatte, stand fest, dass die ,Avontuur’ erst einmal hier Geld verdienen musste“. Der Umbau des Seglers fand auf der Elsflether Werft statt, 160 junge Leute aus aller Welt beteiligten sich freiwillig an der Instandsetzung des Gaffelschoners.

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2013 gründete Bockermann seine Reederei „Timbercoast – Cargo under sails“, Heimathafen der „Avontuur“ ist Elsfleth, in der Steinstraße befindet sich das Reedereibüro und der Verkauf unter Segeln transportierter Waren. Der Gaffelschoner „Avontuur“ misst 44 Meter und kann 114 Tonnen Waren laden.

Nach zweijähriger Umbauphase fand 2017 der erste Törn statt, inzwischen ist der Öko-Segler auf seiner vierten Reise unterwegs. „Wer bei uns mitfährt, braucht kein Fitness-Studio“, schmunzelt Bockermann, „die Arbeit ist schwere körperliche Arbeit und jede Hand wird gebraucht.“ Transportiert wurden auf den vergangenen Reisen Rum, Gin und Kaffee, Schokolade, Honig, Salz und sogar Champagner für einen französischen Charterer.

„Ich bin ein ungeduldiger Mensch“, bekennt Bockermann, „so mache ich mir natürlich Gedanken, wo wir in den nächsten zehn Jahren stehen“. Mit einem Investor an der Seite werden derzeit ein Konzept und ein Finanzplan zum Bau eines großen Frachtseglers mit Elektroantrieb erarbeitet. „Ich bin mir sicher, dass wir in der nächsten Zeit ein Schiff, ähnlich wie die Megayacht ,Black Pearl’ bauen können“, so Bockermann, „dieser Typ müsste als Frachtschiff umgesetzt werden. Ich bin mir aber auch sicher, dass die ,Avontuur’ weiter ihren ökologischen Weg machen wird.“

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