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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Raumordnungsprogramm: Wo soll Moorriem wachsen?

12.04.2019

Elsfleth „Die Neuaufstellung des Regionalen Raumordnungsprogramms (RROP) Landkreis Wesermarsch“ – das hört sich erstmal nach einer sehr drögen Lektüre an.

Doch ist das Thema entscheidend für die Entwicklung von Elsfleth und den Ortsteilen in den nächsten Jahrzehnten. Wo ist noch Entwicklung möglich? Wo steht der Naturschutz im Vordergrund? Das alles soll im Raumordnungsprogramm festgelegt werden.

Schon nach der ersten Auslegung des Entwurfs für den Landkreis Wesermarsch sind viele Stellungnahmen von Behörden und Privatpersonen eingegangen. In einer zweiten Auslegung wird der Landkreis bald über die endgültige Version entscheiden.

Angst um Grünland

Die Elsflether Stadtverwaltung hat jetzt im Bauausschuss über das Raumordnungsprogramm beraten. Dabei wurde deutlich, dass es vor allem in Moorriem unterschiedliche Meinungen über die Gestaltung gibt. Es geht bei der Diskussion vor allem um die Grünlandflächen rund um die Ortsteile. Sie hatten im ersten Entwurf des Programms an vielen Stellen den Status von „Vorranggebieten“ für den Naturschutz. In der zweiten, aktuellen Fassung werden sie als „Vorbehaltsgebiete“ geführt. Diese Änderung geschah unter anderem aufgrund von Fachgutachten von Experten der Landwirtschaftskammer.

Das bedeute eine Abstufung der betroffenen Gebiete, erklärte Bauamtsmitarbeiter Martin Kopka. Als Vorranggebiete würden die Flächen einen sehr hohen Schutzstatus genießen, als Vorbehaltsgebiete einen geringeren Schutzstatus. Bauvorhaben sind dann leichter umzusetzen.

Im Elsflether Bauausschuss wurde klar, dass es geteilte Meinungen darüber gibt, wie sich Moorriem entwickeln soll. Befürchtet wurde von Malte Lübben (CDU), dass 2500 Hektar Grünland nicht mehr wie bisher bewirtschaftet werden können.

Bauland in Moorhausen?

Ein Vorschlag war außerdem, die Flächen entlang der L 865 von Neuenbrok bis Moorhausen nicht zu überplanen. Solche Flächen würden auf der Karte des Raumordnungsprogramms als weiße Flecken erscheinen. Sie können ohne Einschränkungen überplant werden.

„Moorriem soll kein Museumsdorf werden. Wir brauchen Entwicklungsmöglichkeiten für Handel und Betriebe. Die Menschen sollen hier leben und arbeiten können“, sagte Günther Vögel (CDU). Volker Osterloh (CDU) möchte außerdem berücksichtigt haben, zu einem späteren Zeitpunkt Wohngebiete mit Bauland in Moorhausen vor den Toren Oldenburgs zu entwickeln – nach dem Vorbild von Rastede oder Großenmeer, die im Speckgürtel der Großstadt kräftig wachsen.

Die Elsflether Stadtverwaltung sieht es eher kritisch, wenn der Vorrangstatus der Grünflächen aufgehoben würde. Dafür gibt es Gründe. „Der Rat der Stadt Elsfleth möchte nicht, dass auf den Flächen westlich von Moorriem Projektentwickler tätig werden“, sagte Martin Kopka. Mit einem geringeren Schutzstatus sei es leichter, Vorhaben in diesen Gebieten umzusetzen. Damit könnte vor allem die Windkraftbranche gemeint sein, die in Moorriem auf der Suche nach neuen Flächen ist.

Stellungnahmen zum Regionalen Raumordnungsprogramm können noch bis zum 13. Mai abgegeben werden. Der Entwurf ist auf der Internetseite des Landkreises Wesermarsch einzusehen.


     www.landkreis-wesermarsch.de 

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