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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Vietnamesen Danken Elsflethern: Rettungsaktion der „Avontuur“ geht um die Welt

05.03.2020

Elsfleth /Saigon Die Nachricht von der Rettungsaktion der „Avontuur“ ging um die Welt. Zuerst hatte die Nordwest-Zeitung am Freitag auf NWZonline.de darüber berichtet, dass die Crew des in Elsfleth beheimateten Zweimasters 16 Menschen vor den Kanarischen Inseln aus Seenot gerettet hatte. Der Elsflether Ratsherr Edgar Di Benedetto erfuhr in Vietnam von dieser Rettungsaktion.

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Es war am Samstag, 29. Februar, und in Elsfleth war es 2 Uhr in der Nacht. „Da sitze ich morgens um 8 Uhr in meinem Lieblings-Café in Sài Gòn und bestelle mir einen Cappuccino. Die Bedienung kommt zu mir und sagt ,danke Deutschland’“, erzählt Edgar Di Benedetto am Telefon. Er hat das Bedürfnis, von einer außergewöhnlichen Begegnung in Ho-Chi-Minh-Stadt, dem früheren Saigon, zu berichten. „Ihr habt mit der ,Helgoland’ sehr vielen Menschen geholfen und viele gerettet – und die ,Avontuur’ setzt die Tradition fort und hilft Menschen“, erfährt Edgar Di Benedetto. „Ich war erst einmal erstaunt und fragte, um was es geht.“ Und so erfuhr der Elsflether, dass die Bedienung im Café ihren Onkel auf See verloren hat.

„Helgoland“ als Hospitalschiff in Fahrt

Im Jahr 1963 war die rund 91 Meter lange „Helgoland“ für die Reederei HADAG bei der Werft Howaldtswerke Hamburg AG als Seebäderschiff gebaut worden und verkehrte bis 1965 auf der Linie Cuxhaven-Helgoland.

Ab 1966 vercharterte die HADAG die „Helgoland“ an das Deutsche Rote Kreuz. Nach aufwendigen Umbauten im Auftrag der Bundesregierung setzte das DRK das Schiff bis 1972 als schwimmendes Krankenhaus – offiziell bezeichnet als „Hospitalschiff Helgoland“ – in Südvietnam ein.

Am 10. August 1966 stach die „Helgoland“ mit dem Ziel Saigon in See. Dort war sie von Oktober 1966 bis September 1967 eingesetzt. Danach wurde das Hospitalschiff nach Da Nang verlegt und blieb dort von Oktober 1967 bis zum 31. Dezember 1971. In Da Nang bekam das Schiff den Beinamen „Weißes Schiff der Hoffnung“.

Das Rätsel war dennoch nicht gelüftet. „Bis dahin hatte ich noch keine Informationen darüber, um was es ging“, so Edgar Di Benedetto. Um 10 Uhr habe er dann in der Zeitung und im Internet auf NWZonline.de gelesen, dass die Crew der „Avontuur“ 16 Menschen gerettet hatte.

Auch über die „Helgoland“ informierte er sich. „Das Schiff ist hier ein Begriff, es ist legendär“, so der Elsflether Ratsherr. Die Menschen in Saigon sind nach Edgar Di Benedettos Worten interessiert und freuten sich darüber, dass Deutschland Menschen helfe. Sie seien aber auch erschüttert darüber, was sonst so passiere in der Welt.

Edgar Di Benedetto dankt der „Avontuur“-Besatzung und dem Kapitän. Sie hätten auch in Asien wieder ein Zeichen dafür gesetzt, wofür Deutschland stehe: für humanitäre Hilfe. „Ich habe überlegt, was wohl passiert wäre, wenn die ,Avontuur’ dort nicht vorbeigekommen wäre“, so Edgar Di Benedetto.

Für den Ratsherrn und Mitglied des Kreistages, er ist stellvertretender Fraktionsvorsitzender der UW-Wesermarsch, sind die Besatzungsmitglieder des Segelschiffes „Avontuur“ die wahren Menschen des Jahres.

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Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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