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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Logistikketten müssen dringend verbessert werden

17.11.2018

Elsfleth Namhafte Referenten aus der deutschen Güterverkehrsszene hatte der Sprecher der maritimen Vereine Elsfleths, Andreas Russler, am Donnerstagabend zum 17. Elsflether Schifffahrtsforum in die Aula des Fachbereichs Seefahrt und Logistik eingeladen. Den Gästen aus der Logistikbranche schloss sich der Dozent am Fachbereich, Prof. Dr. Klaus Harald Holocher, an. Das Thema „Hafen und Hinterland“ wurde ergänzt vom Arbeitstitel „Hat die Supply Chain noch alle Glieder in der Kette?“ (Supply Chain: Aufbau und Verwaltung integrierter Logistikketten). Im Focus der Thematik standen die Schnittstellen zwischen See- und Hinterland-Verkehr mit besonderem Augenmerk auf die Anbindung des Bahnverkehrs.

Als „Hausherr“ der Veranstaltung begrüßte Dekan Prof. Dr. Ralf Wandelt Gäste und Referenten: „Auch bei uns an der Hochschule wurde begonnen, die Digitalisierung der Supply Chain in der Lehre zu verankern.“ Den Stellenwert der Logistikketten brachte Andreas Russler auf einen einfachen Nenner: „Wenn ein Container nicht läuft, kommt die Ware nicht dort hin, wo sie hin soll – auch aus diesem Grund ist es spannend, die Supply Chain ganz genau zu betrachten. Die größte Rolle im Orchester des Hinterlandverkehrs spielt nach wie vor der Truck, aber die Bahn ist eine gute Alternative.“

Dem Status quo, den Lösungsansätzen und Perspektiven kamen in den folgenden Referaten die Fachleute aus der Branche ausführlich nach. Fest stand, dass zwar die Supply Chain noch „alle Glieder in der Kette“ hat, aber bekanntlich ist jede Kette nur so stark, wie ihr schwächstes Glied – folglich besteht zurzeit in der Optimierung der Logistikketten intensiver Handlungsbedarf.

Andreas Hollmann (Hamburger Hafen und Logistik AG, HHLA) erläuterte die Auswirkungen steigender Schiffsgrößen auf die Effizienz der Terminals in großen Häfen Deutschlands. „Nicht die Länge, sondern Höhe und Breite der Containerschiffe stellen uns vor große Herausforderungen und bedeuten eine enorme Kostenentwicklung mit Investitionen im dreistelligen Millionenbereich. Die Kosten können wir nicht auf die Raten der Reeder umlegen.“ Auch die Datenentwicklung hält nach Ansicht von Hollmann nicht Schritt mit der Entwicklung. Engpässe bei den Containertransporten aus Hamburg ins Hinterland sah der Referent in überfüllten Bahndepots, in der Verkehrssituation auf der A 1 und A 7 oder den Staus auf der Köhlbrandbrücke. Künftig, so Hollmann, werde ein von der HHLA initiiertes „Hamburg Vessel Coordination Center“ dafür sorgen, dass allen Beteiligten sämtliche relevante Transportdaten in Echtzeit zur Verfügung gestellt werden. Der Verkehrsträger Bahn sei ein strategisch wichtiger Wachstumspfad für den Hafen, insbesondere nach der Elbe-Fahrrinnenanpassung.

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